Paritätischer und DRK für Notbetreuung bereit

Uelzen ohne Tagespflege: Momentan kein Bedarf

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Die Tagespflege in Uelzen wurde aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt. Auch beim DRK an der Ripdorfer Straße findet vorerst keine Betreuung statt.

Uelzen – Die weitreichende Stilllegung des öffentlichen Lebens in Deutschland aufgrund der Corona-Krise macht auch vor der Uhlenköperstadt nicht halt.

Neben der Aussetzung des Hotel- und Gastgewerbes für touristische Zwecke und den Schließungen von Schulen und Kinderbetreuungsstätten hat es auch die Tagespflegeeinrichtungen in Stadt und Landkreis getroffen. Die AZ sprach mit Paritätischem und DRK über die aktuelle Situation.

Der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Uelzen, Professor Stefan Müller-Teusler, berichtet, die Angestellten aus der Tagespflege seien freigesetzt. „Wir halten die Mitarbeiter als Notfallreserve für die ambulante Tagespflege vor.“

Eine Notfallbetreuung gebe es zurzeit nicht, da eine solche nicht gefordert würde. „Wir können aber jederzeit schnell eine Notfallbetreuung aktivieren.“ Diese würde dann gemeinsam mit DRK und Tagesdomizil am Stadtwald organisiert werden. „Wir könnten bei eventuellen Infektionen dann auch füreinander Tätigkeiten übernehmen.“

Momentan würden die Leute Überstunden abbauen – dann müsse Urlaub genommen werden.

Beim DRK in Uelzen gehe niemand nach Hause, wie Pressesprecherin Meike Karolat versichert: „Da in der aktuellen Lage qualifiziertes Personal an jeder Stelle, gerade auch im Bereich der Pflege, benötigt wird, setzen wir das Personal unserer Tagespflege in anderen Bereichen des Unternehmens ein.“

Was die Notbetreuung der Menschen angeht, welche das Angebot der Tagespflege bisher genutzt hatten, äußert sich die DRK-Sprecherin ähnlich wie der Geschäftsführer des Paritätischen: „In unserer Tagespflege findet diese nicht statt, da es seitens der Gäste und Angehörigen bisher keinen Bedarf gibt.“ Im Rahmen der Allgemeinverfügung zur Schließung der Einrichtungen der Tagespflege sei die Möglichkeit einer Notbetreuung aber offengelassen worden.

VON ANDREAS  URHAHN

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