Zuschüsse für Bioproduktion

Jury kürt drei Gewinner im Land: Uelzen ist Öko-Modellregion

Die Firma Bauck in Rosche – hier die Mühle – ist einer von etwa 50 Ökobetrieben in der Region. Der Landkreis Uelzen wurde jetzt zur Öko-Modellregion gekürt.
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Die Firma Bauck in Rosche – hier die Mühle – ist einer von etwa 50 Ökobetrieben in der Region. Der Landkreis Uelzen wurde jetzt zur Öko-Modellregion gekürt.

Uelzen/Landkreis – Niedersachsen hat erstmals drei Öko-Modellregionen: Uelzen, Holzminden und Goslar. Sie haben sich mit ihren Konzepten durchgesetzt und können mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums nun Projekte für mehr Bio-Lebensmittel auf den Weg bringen.

Diese werden über drei Jahre hinweg mit jeweils bis zu 60 000 Euro pro Jahr vom Land gefördert.

„Immer mehr Menschen legen Wert auf regionale Bio-Lebensmittel, aber die Nachfrage übersteigt das Angebot“, sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). „Auf dem Weg zu einem größeren Bio-Angebot in und aus Niedersachsen brauchen wir innovative Lösungen, wie sie in den Öko-Modellregionen entwickelt werden sollen.“ Die eingereichten Konzepte hatten eine Jury aus Wissenschaftlern und Vertretern von Verbänden und Behörden überzeugt.

Projektträger in Uelzen ist die Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit der Leader-Heide- region. Das Ziel ist, den Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe zu erhöhen. Das betrifft zum einen die landwirtschaftliche Produktion, aber auch die Bereiche Verarbeitung, Vermarktung bis hin zur Gemeinschaftsverpflegung in öffentlichen Einrichtungen und Kantinen.

Der Kreis Uelzen weist mit etwa 50 Ökobetrieben und 3600 Hektar Ökofläche einen Ökoanteil von rund 4,9 Prozent auf – das entspricht dem Landesdurchschnitt. Als besondere Stärken werden im Konzept für diese Region die bestehenden landwirtschaftlichen Biokompetenzen bei Geflügel, Kartoffeln und Spezialkulturen herausgestellt. Durch Kooperationen, etwa mit dem Lebensmittel-Einzelhandel, sollen die Marktchancen für die Bioproduktion verbessert werden.

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