„Uelzen ist nicht Duisburg“

Veranstalter und Einsatzkräfte studierten am Mittwoch die Lagepläne für das Uelzen Open R in neun Tagen.

Uelzen - Von Sven Kamin. Es ging um Einsatzpläne, Parkplätze, Zufahrtsrouten und Fluchtwege. Es ging ums Uelzen Open R am 14. August. Und irgendwie ging es bei der Sicherheitssitzung von Veranstaltern, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten auch um Duisburg. Denn nach der Katastrophe auf der Love-Parade, bei der 21 Menschen starben, ist das Thema Sicherheit auf Großveranstaltungen noch stärker ins Blickfeld gerückt.

Doch auch und gerade wenn die Sorge um die Sicherheit in diesen Tagen ganz besonders groß ist, rückte Open-R-Produktionsleiter Peter Hoffmann in der anschließenden Pressekonferenz die Relationen noch einmal gerade: „Uelzen ist nicht Duisburg.“ Weder von der Zahl der erwarteten Fans noch von den örtlichen Gegebenheiten her sei in Uelzen eine Gefährdung wie in Duisburg zu erwarten. Anders als bei der Love-Parade sei das Gelände in Uelzen offen und es gebe genügend Fluchtwege. „Außerdem ist das Gelände für eine Besucherzahl von etwa 33 000 Besuchern ausgelegt. Wenn es gut läuft erwarten wir in diesem Jahr 10 000 Fans.“ Wichtig ist für Hoffmann, der bereits Konzerte von den Rolling Stones oder Westernhagen betreut hat, vor allem die Kommunikation vor Ort: „Verordnungen und Vorschriften können noch so gut sein, in bestimmten Situationen ist es zusätzlich wichtig, dass vor Ort mit gesundem Menschenverstand und Fingerspitzengefühl Lösungen gefunden werden.“

Auch Veranstalter Ulrich Gustävel verweist auf die Erfahrungen, die die Organisatoren und Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren sammeln konnten: „Das Sicherheitskonzept ist auf rund 30 000 Personen ausgelegt. Die Einsatzkräfte wissen inzwischen auch sehr genau, was an den Festivaltagen zu beachten ist.“ Bei dem Sicherheits-Briefing seien noch einmal gemeinsam Fragen geklärt und Abstimmungen getroffen worden.

Zuvor hatten Gustävel und Mitveranstalter Hans Scherer die Vertreter von Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdiensten über die bisher verkauften Tickets informiert, um so noch konkretere Sicherheitsplanungen zu ermöglichen. Mit bisher etwa 7000 verkauften Tickets liege man hinter dem vergangenen Jahr. Neben der Kaufzurückhaltung wegen der Wirtschaftskrise hätten auch der lange Winter und die Fußball-WM das Interesse der Fans gemindert. Tickets für das Open R gibt es für €49,95 Euro in den AZ-Geschäftsstellen und in der Uelzener Ferienwelt.

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