In Uelzen herrscht ein starker Wunsch nach einem Eigenheim

Neues Wohngebiet am See steht bereit

Die Baustraße ist angelegt, die letzten Erdarbeiten erledigt: Das Oldenstädter Baugebiet „Im Deinefelde“.
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Die Baustraße ist angelegt, die letzten Erdarbeiten erledigt: Das Oldenstädter Baugebiet „Im Deinefelde“.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Der Wunsch nach dem Eigenheim ist groß. So sind im Neubaugebiet „Kahlenberg“ in Westerweyhe seit September 2019 mehr als 20 Häuser entstanden. Das nächste Baugebiet in der Stadt steht bereit. 

Uelzen – Es ist das Wetter, um wieder im Freien tätig zu werden. So sind in diesen Tagen auch die Bewohner der Straße „Kahlenberg“ in Westerweyhe dabei zu beobachten, wie sie sich mit ihren Außenanlagen beschäftigen. Diese sind in weiten Teilen bisher nur rudimentär angelegt; denn beim „Kahlenberg“ handelt es sich um ein Neubaugebiet – es erzählt davon, wie stark der Wunsch nach einem Bauplatz ist.

Anfang September 2019 waren die Kanäle und die Kabel für den „Kahlenberg“, der zunächst unter dem Begriff „Stadtberg IVb“ geführt wurde, gelegt. Bereits Mitte des gleichen Monats war die Hälfte aller 31 Grundstücke verkauft. Jetzt im Februar 2021, noch keine eineinhalb Jahre später, sind nahezu alle Grundstücke bebaut.

Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage erklärt, gebe es noch zwei Grundstücke, die bisher nicht verkauft worden seien. Für sie liege aber eine Reservierung vor, so Stadtsprecherin Sandy Naake.

Das Wohngebiet „Kahlenberg“ in Westerweyhe ist nahezu voll bebaut.

Auf dem Eckgrundstück zur Heinrich-Oetzmann-Straße sollen nach einem ausgewählten Konzept zudem noch sechs Doppelhäuser mit je 120 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche sowie ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten entstehen. Ein generationenübergreifendes Wohnen ist geplant.

Gedämmtes Mauerwerk und Solarziegel sind vorgesehen sowie Zisternen für die Bewässerung – eine Bauweise für den Klimaschutz. Zurzeit würden die Modalitäten zur Grundstücksübergabe an den Bauherrn abgestimmt, heißt es von der Uelzener Stadtverwaltung.

Etwa neun Kilometer von Westerweyhe entfernt wird nun demnächst der Ortsteil Oldenstadt weiter wachsen. Die Baustraße für das neue Wohngebiet „Im Deinefelde“, unweit des Sees, ist fertiggestellt. Im Dezember fand nach Auskunft der Stadt eine Verlosung für die 19 Grundstücke statt. Weit mehr Menschen hatten Interesse an einem der Bauplätze, als vorhanden sind – und dies, obwohl mit den Quadratmeter-Preisen neue Rekorde für die Hansestadt aufgestellt wurden. Je nach Lage werden 160 oder 120 Euro pro Quadratmeter fällig.

Allerdings ist auch ein städtisches Förderprogramm für das Baugebiet aufgelegt worden. Je klimabewusster gebaut wird, kann ein Zuschuss von bis zu 5000 Euro gewährt werden. Im Haushalt der Stadt für 2021 findet sich dafür ein Budget von 95 000 Euro.

Alle Grundstücke sind reserviert“, teilt Sandy Naake mit. Die Verwaltung befinde sich in Verkaufsverhandlungen, man gehe davon aus, dass zeitnah Verkäufe auch notariell beurkundet werden können. Sodann kann es auch mit dem Bauen losgehen.

Angesichts der Kürze der Zeit, in der die Grundstücke am Kahlenberg in Westerweyhe verkauft und bebaut wurden – ist das Anlass, im Ort über weitere Baugebiete nachzudenken? „Wir haben jetzt fast 3500 Einwohner in Kirch- und Westerweyhe“, sagt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther. Es gebe keine weiteren Pläne für Baugebiete. Jetzt sei es an der Zeit, sich des Themas Wohnen in der Kernstadt anzunehmen, dort zu verdichten und Lücken zu schließen.

Oldenstadts Ortsbürgermeister Klaus Knust spricht derweil noch von „weiteren Ideen“, was zusätzliche Bauplätze in seinem Ort betrifft. Die Hansestadt hat sich bereits eine Fläche zwischen Oldenstadt und Groß Liedern gesichert, die perspektivisch fürs Wohnen ausgewiesen werden könnte.

Konkret geplant sind derzeit noch zwei neue Baugebiete. Ein kleines in Molzen am Ortseingang an der Uelzener Straße – hier läuft das Bebauungsplan-Verfahren. Die Öffentlichkeit soll dazu demnächst gehört werden, informiert die Stadt.

In Holdenstedt sollen zusätzliche Bauplätze an der „Hofkoppel“ ausgewiesen werden. Auch hier ist ein Bebauungplan-Verfahren nötig, in dem festgehalten wird, was baulich möglich sein soll. Dafür steht der sogenannte Aufstellungsbeschluss an.

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