„Eine Summe dazwischen“

Uelzen: Neuer Kostenansatz für Parkhaus-Neubau – Platz als Alternative

Das Parkhaus am Hundertwasser-Bahnhof muss nächstes Jahr wegen Baumängeln gesperrt werden. Ein Neubau und als Alternative ein Parkplatz sind ab Anfang September wieder in der politischen Diskussion.
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Das Parkhaus am Hundertwasser-Bahnhof muss nächstes Jahr wegen Baumängeln gesperrt werden. Ein Neubau und als Alternative ein Parkplatz sind ab Anfang September wieder in der politischen Diskussion. 

Uelzen – Die Stadt rudert in Sachen Kostensteigerung für ein neues Parkhaus am Uelzener Hundertwasser-Bahnhof zurück: Nachdem die veranschlagte Bausumme von sieben auf 10,2 Millionen Euro gestiegen war, soll den Politikern jetzt „eine Summe dazwischen“ zur Entscheidung vorgelegt werden.

„Wir hatten die Planung einfach zu niedrig angesetzt“, erklärte Bürgermeister Jürgen Markwardt in einem Pressegespräch in dieser Woche. Er betonte, dass „weder ein Auftrag vergeben noch ein Stein gesetzt“ wurde. Die Politik müsse nun neu entscheiden. Als Alternative zum Parkhaus, das die marode Parkpalette am Bahnhof ersetzen soll, ist ein Parkplatz im Gespräch, der aber 100 Stellplätze weniger als ein viergeschossiges Parkhaus (400 Plätze) bieten würde.

Zwei Fachausschüsse werden dazu am Dienstag, 3. September, parallel beraten, dem Rat der Stadt eine Empfehlung geben und dabei sicherlich auch in Erwägung ziehen, dass bis zu vier Millionen Euro Fördermittel von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Aussicht stehen. Grundlage dafür ist eine Parkhaus-Planung.

Die erste Planung musste überarbeitet werden, nachdem bekannt geworden war, dass im Boden weiche Schichten und Schotter sind, sodass das Erdreich ausgetauscht werden müsste. Aus diesem Grund war der Kostenansatz von sieben auf 10,2 Millionen Euro erhöht worden. Als weitere Gründe für die deutlich höhere Bausumme wurden ein nötiger Regenwasserzwischenspeicher und Änderungen in der Baukonstruktion genannt.

Dass es ein neues Parkhaus oder als Alternative einen Parkplatz geben muss, ist in der Politik unstrittig, denn die derzeitige Parkpalette weist erhebliche Baumängel auf. Ein Prüfstatiker hatte erklärt, dass das Parkhaus aus Sicherheitsgründen spätestens im Februar 2020, das ist in gut einem halben Jahr, geschlossen werden müsse. Eine Sanierung ist nicht möglich. Zu diesem Ergebnis waren Gutachter gekommen.

Wegen der Kostensteigerung will die Uelzener Politik auch andere Großprojekte wie das Theater und die Stadthalle auf den Prüfstand stellen. Beide sollen in den nächsten Jahren saniert werden. „Was können wir uns leisten?“, ist die große Frage, die ab September ebenfalls diskutiert wird.

VON ULRIKE MEINEKE

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