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Nächtlicher Schwelbrand in Molzen: Wohnungen nicht bewohnbar

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Von: Lars Becker

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In Molzen mussten die Feuerwehr-Kräfte eine Wandverkleidung entfernen, um mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern suchen zu können.
In Molzen mussten die Feuerwehr-Kräfte eine Wandverkleidung entfernen, um mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern suchen zu können. © Feuerwehr Uelzen

Ein Schwelbrand, der ein Mehrfamilienhaus in Molzen sogar vorläufig unbewohnbar gemacht hat, und eine Ölspur in der Innenstadt haben die Feuerwehr Uelzen auf Trab gehalten.

Uelzen-Molzen – Nächtlicher Alarm für die Feuerwehren der Ortsteile Molzen, Masendorf und Riestedt sowie für die Polizei und den Rettungsdienst: Zu einem Schwelbrand in einem Stromverteilerkasten, der in einem Mehrfamilienhaus am Kreisverkehr direkt am Ortseingang ausgebrochen war, rückten die Einsatzkräfte am Montagabend um 23.33 Uhr in die Straße „Zum neuen Gehege“ in Molzen aus.

Nach Polizeiangaben hatte sich – mutmaßlich aufgrund eines technischen Defektes in dem Stromverteilerkasten – besagter Schwelbrand entwickelt. „Daraus resultierte ein offenes Feuer in Teilen der Wand- und Deckenverkleidung“, teilte die Polizei mit, die den Gebäudeschaden auf mehrere tausend Euro beziffert. Die Wohnungen waren zunächst nicht mehr bewohnbar, verletzt wurde niemand. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Mit Atemschutz und dem „Halligan-Tool“

Unter Atemschutz entfernten Kameraden der Feuerwehr mit dem „Halligan-Tool“ – einem Hebel- und Brechwerkzeug – die Wandverkleidung, um dann mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern zu suchen und diese abzulöschen. Außerdem wurden die Räume mit einem Hochleistungslüfter entraucht.

Offene Flammen musste die Feuerwehr nicht bekämpfen, sehr wohl aber gab es eine starke Rauchentwicklung. Um 0.22 Uhr war der Einsatz in Molzen für die Feuerwehrkräfte beendet.

Ölspur bis zur Kreuzung Dieterichsstraße

Bereits am späten Montagnachmittag gegen 17.20 Uhr war die Feuerwehr Uelzen gemeinsam mit Mitarbeitern der Betrieblichen Dienste wegen einer langen Ölspur in der Innenstadt alarmiert worden. Die hatte mutmaßlich ein Pkw hinterlassen – sie führte aus der Straße Am Hölzernen Schlüssel über einige hundert Meter durch die Gartenstraße bis zur Kreuzung Dieterichsstraße.

Acht Kameraden der Wehr brachten Ölbindemittel auf die Fahrbahn auf, mittels einer Kehrmaschine wurde das Granulat dann wieder aufgenommen.

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