AUS DEM GERICHT Urteil geplant für 12. Dezember

Uelzen: Missbrauchsprozess befindet sich auf der Zielgerade

Uelzen – Der Mammutprozess gegen den Angeklagten B. soll am Donnerstag, 12. Dezember, 9 Uhr, vor dem Amtsgericht Uelzen beendet werden.

Es wird bereits der neunte Prozesstag sein, in dem die Plädoyers des Rechtsanwalts Stefan Hüdepohl und des Staatsanwalts Thomas Neumann unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten werden.

Die Staatsanwalt wirft dem Angeklagten vor, das vermeintliche Opfer U. am 27. Januar 2018 vergewaltigt zu haben. Außerdem soll der 57-jährige B. versucht haben, die damals Minderjährige (17) zu sexuellen Handlungen gegen Bezahlung zu bewegen. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und wirft seinerseits dem Opfer vor, ihm 1500 Euro, ein Kleid und ein I-Phone gestohlen zu haben.

Am achten Prozesstag sagte das Opfer U. erneut vor Gericht aus. Öffentlichkeit und der Angeklagte waren davon ausgeschlossen, nachdem U. bei der ersten Vernehmung einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Im Gegensatz zum siebten Verhandlungstag, an dem die geladene Zeugin K. nicht erschienen war, war sie am achten Tag dabei. Sie sagte, dass sie mit U. befreundet sei. Zu den Vorfällen am 27. Januar 2018 habe ihr das Opfer gesagt, dass sie gegen ihren Willen vom Angeklagten gefingert worden sei. Der Angeklagte erklärte, das Opfer habe sich bei ihren Aussagen in mehrere Widersprüche verstrickt.  tih

Rubriklistenbild: © d pa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare