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Mit Matratzen beladener Lkw in Flammen - Feuerwehr rettet Anhänger

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Von: Mike Höpfner, Lars Becker

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Am frühen Mittwochmorgen stand ein mit Matratzen beladener Gliederzug-Lkw in Uelzen in Flammen. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Ursache aus.

Dieser mit Matratzen beladene Sattelzug geriet am frühen Mittwochmorgen mutmaßlich durch einen technischen Defekt in Brand - der Sachschaden ist enorm.
Dieser mit Matratzen beladene Lkw geriet am frühen Mittwochmorgen mutmaßlich durch einen technischen Defekt in Brand - der Sachschaden ist enorm. © Feuerwehr Uelzen

[Update 9.48 Uhr] Uelzen - Auf dem Parkplatz des Fachmarktes Hammer an der Fischerhofstraße 4 in Uelzen ist am frühen Mittwochmorgen ein mit Matratzen beladener Gliederzug-Lkw in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte durch massiven Löschwasser-Einsatz immerhin den Anhänger retten, während die Kabine des Motorwagens fast vollständig ausbrannte. Auch der sogenannte Koffer des Motorwagens wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Gegen 5.15 Uhr ging die Einsatzmeldung bei der Feuerwehr ein, die mit fünf Fahrzeugen (HLF 20, MLF, MTW, TLF 16/25 und TLF 4000) und 20 Einsatzkräften ebenso ausrückte wie Polizei und Rettungsdienst. Zu retten war am Motorwagen indes nichts mehr.

Weil die Wehr aber sofort ihr Tanklöschfahrzeug 4000 einsetzte, um aus größerer Entfernung massiv Wasser auf den Brandherd bringen zu können, blieb der Anhänger nahezu unversehrt. Zunächst hatte es geheißen, dass der Lkw vollständig ausgebrannt sei. Es wurde auch Schaum als Löschmittel genutzt.

Lkw-Fahrer bemerkt Feuer beim Kontrollgang

„Wir gehen aktuell von einer technischen Ursache aus“, sagte Polizeisprecher Kai Richter im Gespräch mit az-online.de. Brandstiftung scheide aus.

Einsatzkräfte der Feuerwehr nahmen unter Atemschutz die Restlöscharbeiten vor.
Einsatzkräfte der Feuerwehr nahmen unter Atemschutz die Restlöscharbeiten vor. © Feuerwehr Uelzen

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Lkw-Fahrer auf dem Parkplatz zur Einhaltung seiner Lenk- und Ruhezeiten pausiert. Kurz nach 5 Uhr nahm er sein Fahrzeug wieder in Betrieb und machte auch den vorgeschriebenen Kontrollgang um den Lkw herum.

Sachschaden im sechsstelligen Bereich

Aus noch nicht geklärter Ursache geriet der Gliederzug dann plötzlich im Bereich des Motorwagens in Brand. Der Fahrer, der sofort die Feuerwehr alarmierte, blieb unverletzt. Er hatte sogar noch ein paar Habseligkeiten aus der Fahrerkabine retten können, ehe er sich selbst in Sicherheit brachte.

Die Kabine stand bereits im Vollbrand, als der erste über den Melder alarmierte Feuerwehrmann, der in Westerweyhe wohnt, noch vor den Feuerwehrfahrzeugen eintraf, wie Feuerwehr-Sprecher Christoph Paul schilderte.

„Immerhin konnten wir den Anhänger durch den massiven Wassereinsatz halten“, so Paul. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf mindestens 100.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen zur konkreten Brandursache laufen.

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