SPD mit neuem Vorschlag / Durchgangsverkehr soll verringert werden

Uelzen: Marktbereich mit Einbahnstraßen?

Der Verkehr soll auf der Gudesstraße stadteinwärts rollen. Die Veerßer und Lüneburger Straße werden Einbahnstraßen stadtauswärts.
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Der Verkehr soll auf der Gudesstraße stadteinwärts rollen. Die Veerßer und Lüneburger Straße werden Einbahnstraßen stadtauswärts.

Uelzen – In der Diskussion um die Verkehrssituation in den Uelzener Markstraßen unterbreiten nun die Sozialdemokraten im Stadtrat einen eigenen Vorschlag. Sie sprechen sich für eine dauerhafte Einbahnstraßen-Regelung aus.

Klaus Knust, Vorsitzender der SPD-Fraktion

Wie der Fraktionsvorsitzende Klaus Knust im Gespräch mit der AZ sagt, habe die Einbahnstraßen-Lösung nach Auffassung der SPD gleich mehrere Vorteile: „Wir verringern den Durchgangsverkehr und schaffen zusätzlich Platz für Radfahrer. “.

Zugleich, so betont Knust, würden die Geschäfte, Arztpraxen, Gastronomien und Wohnungen weiterhin mit dem Auto erreichbar bleiben. Parkplätze würden auch nicht wegfallen.

Geht es nach dem Willen der SPD, fließt der Verkehr über die Gudesstraße stadteinwärts. Die Veerßer und die Lüneburger Straße werden zu Einbahnstraßen stadtauswärts erklärt. Größere Umwegstrecken müssten Autofahrer dafür nicht in Kauf nehmen, weil „die Innenstadt von Nord und Süd über den Bedienring angefahren werden kann“, so Knust.

Ins Rollen gebracht hat die Diskussion um den Verkehr in den Marktstraßen die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) im Rat. Sie plädiert dafür, dass an den Wochenenden im Sommer die Marktstraßen für den motorisierten Verkehr gesperrt werden. So sollen die Menschen in den Außenbereichen der Gastronomien nicht mehr durch sogenannte Schaufahrten belästigt werden, bei denen Autofahrer mit aufheulenden Motoren ihre PS-starken Wagen „vorführen.“ Es gebe mehr Aufenthaltsqualität, argumentiert die UWG. Aktuell läuft eine Umfrage zur Idee unter Einwohnern und Geschäftsinhabern (AZ berichtete).

Die vorgeschlagene Einbahnstraßen-Regelung schließe eine autofreie Zone an den Sommerwochenenden nicht aus, meint Knust. Die Ergebnisse der Umfrage seien abzuwarten, die Fraktion hadert aber mit dem UWG-Vorschlag, weil die Marktstraßen nicht allein durch eine Sperrung an den Wochenenden mehr Aufenthaltsqualität gewinnen würden. „Es müssen in jedem Fall zusätzliche Angebote geschaffen werden.“

Die Idee einer Einbahnstraßen-Regelung ist nicht ganz neu, wie Knust verrät. Sie sei in früheren Jahren schon einmal thematisiert und nun wieder von der SPD aufgegriffen worden. Ob sie kommt, entscheidet der Rat. Ein Antrag ist eingereicht.

VON NORMAN REUTER

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