Heilmann AG plant Halle gegenüber Funkturm / Kämpenweg und Ludwig-Ehrhard Straße werden umgestaltet

Uelzen: Dem Lkw-Verkehr nicht mehr gewachsen

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Für den umrahmten Bereich zwischen Kämpenweg und Ludwig-Erhard-Straße soll der Flächennutzungsplan geändert werden. Die AZ hat auf der Grafik der Stadt eingezeichnet, wo die neue Halle – gegenüber des Funkturms – entstehen soll.

Uelzen-Westerweyhe. Der Kämpenweg im Gewerbegebiet am Funkturm wird von vielen als schnelle Verbindung zwischen Uelzen und Westerweyhe genutzt.

Doch das steigende Verkehrsaufkommen, vor allem die Lastwagen, die dort ansässige Betriebe beliefern, sorgt mitunter für brenzlige Situationen. Nun will die Stadt den Bereich entschärfen – nicht zuletzt, weil der hiesige Betrieb zur Kartoffelaufbereitung Heilmann sich großflächig erweitern will.

„Die jetzige Situation ist eigentlich ein Provisorium, das sich aber schon lange hält“, erklärt Uelzens Kämmerer Florian Ebeling im Ortsrat Kirch-/Westerweyhe. Doch den Plan, den Kämpenweg und die Ludwig-Ehrhard-Straße umzugestalten, gebe es schon länger. Mit dem geplanten Erweiterungsbau der Heilmann AG, der auf der Ackerfläche gegenüber des Funkturms entstehen soll, ist bald mit einem noch höheren Schwerlastverkehr zu rechnen.

Darum soll 2019 die Planung beginnen, im Jahr 2020 sollen die Straßen dann für 500.000 Euro umgestaltet werden. Ortsratmitglied Sascha Plachetka (CDU) möchte wissen, ob die Heilmann AG über Anliegerbeiträge für den Umbau mitbezahlt. Das verneint die Verwaltung, erklärt aber, dass es Gespräche geben soll, inwieweit sich das Unternehmen an den Kosten beteiligen wird.

Im Zuge des Umbaus soll nicht nur die Gabelung Kämpenweg/Am Funkturm übersichtlicher, sondern auch die Kurve der Ludwig-Ehrhard-Straße entschärft werden. Von dieser wird es eine direkte Zufahrt zur Halle geben. Was genau in der neuen Halle entstehen soll und wann sie gebaut wird, darüber möchte das Unternehmen derzeit auf AZ-Nachfrage noch keine Auskunft geben.

Für die Halle müsse der Flächennutzungsplan geändert werden, erklärt Silke Weidenhöfer vom Fachbereich Planung, Bauaufsicht und Liegenschaften. „Die Kosten dafür trägt die Heilmann-Gruppe.“

Darüber hinaus will die Stadt zusammen mit den ansässigen betrieben ein Konzept erarbeiten, wie die Lkws künftig die Fabriken an- und abfahren, ohne die öffentlichen Straßen zu blockieren.

Von Sandra Hackenberg

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