„Nicht das Ende der Fahnenstange“ / Versorgungskonzept weiter in Planung

Uelzen: Kita-Bau am Stern schreitet voran

Dr. Florian Ebeling (links) und Markus Nieber vor dem künftigen Haupteingang der neuen Kita am Stern. Am 1. Februar 2021 soll sie mit 80 Plätzen eröffnet werden.
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Dr. Florian Ebeling (links) und Markus Nieber vor dem künftigen Haupteingang der neuen Kita am Stern. Am 1. Februar 2021 soll sie mit 80 Plätzen eröffnet werden.

Uelzen – Der Rohbau steht, doch noch ist kaum zu erahnen, welchen Zweck das neue Gebäude, das derzeit im Uelzener Sternviertel – auf einem Areal neben der Sternschule – entsteht, einmal erfüllen soll.

Weiße Mauern und leere Räume zeigen es nicht, doch ab Februar 2021 sollen 80 Kinder durch die Gänge der neuen Kita toben.

Seit April befindet sich das Gebäude im Bau (AZ berichtete). Bisher liege man auch im Zeitplan, wie der Kämmerer der Hansestadt, Dr. Florian Ebeling, verkündet.

„Es ist so, dass wir den Bedarf an Kita-Plätzen haben“, meint Ebeling. Bei Kindern unter drei Jahren beträgt die Versorgungsquote in Uelzen 81 Prozent, bei der Gruppe der über Dreijährigen sogar 91 Prozent. Der Bedarf steige aber noch weiter, da es immer häufiger vorkomme, dass beide Elternteile berufstätig sind. Ebeling räumt ein, dass der Neubau hohe Kosten verursache – rund 2,6 Millionen Euro sind kalkuliert –, gibt mit Blick auf den Bedarf aber zu bedenken: „Das ist gut angelegtes Geld.“

Kita Konzept in der Planung

Auch Markus Nieber, Abteilungsleiter Kita, Schule und Sport, sieht die Notwendigkeit der Kita und betont außerdem die gute Lage neben der Sternschule, wodurch Kita und Schule zusammenarbeiten könnten: „Das wird eine gute Nachbarschaft.“

Dass der Bedarf an Kita-Plätzen im Stadtgebiet steigt, sieht auch die Politik. Die SPD-Ratsfraktion stellte daher bereits im Mai des vergangenen Jahres die Forderung nach einem Kita-Konzept. Jörg Kramer sprach etwa von „einem Plan für die Zukunft“.

Ein solches Konzept befindet sich seitdem in der Planung und soll laut Ebeling noch im Sommer dieses Jahres nach einer verwaltungsinternen Abstimmung als Vorlage in die politische Beratung eingebracht werden. „Das Konzept soll eine Strategie für den zukünftigen Ausbau im Kita-Bereich, auf Basis der derzeit gültigen Rahmenbedingungen beinhalten. Es soll festlegen, welche Art von Kita-Plätzen, welche Anzahl, an welcher Stelle im Stadtgebiet und wann mittelfristig gebraucht werden“, so Ebelings Überblick über die wichtigsten Ziele des Konzepts.

Der Kämmerer begrüßt ein Konzept, mit dem sich die Stadt auch für die Zukunft in Kita-Fragen aufstellt, betont jedoch: „Auch ohne das Konzept sind wir dabei, bedarfsgerecht weiterzubauen.“ Anhand von Geburtenzahlen und derzeitigen Anmeldezahlen könne man Prognosen für erforderliche Betreuungsplätze stellen. Konkrete Planungen für weitere Neubauten gebe es zwar noch nicht, doch Ebeling ist sich sicher: „Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.“

VON DANIEL BIELING

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