Trotz Corona muss Uelzen 2021 keine Kredite aufnehmen

Uelzen: Keine neuen Schulden

Der Busbahnhof am Rathaus soll umgestaltet werden. Dabei ist auch ein Kreisverkehr geplant.
+
Der Busbahnhof am Rathaus soll umgestaltet werden. Dabei ist auch ein Kreisverkehr geplant.

Uelzen – Nach Jahren ausgeglichener Haushalte gerät der Etat der Hansestadt Uelzen 2021 voraussichtlich mit rund 5,5 Millionen Euro ins Minus. Der Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr wurde jetzt im Verwaltungsausschuss der Hansestadt vorgestellt.

Weniger Schlüsselzuweisungen des Landes und verringerte Anteile aus der Einkommenssteuer sind maßgebliche Gründe für das hohe Defizit – der Rückgang dieser Erträge ist eine unmittelbare Folge der Corona-Krise.

„Dies sind die zweit- und drittgrößten Einnahmequellen der Stadt. Dadurch ist es derzeit nicht möglich, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen“, sagt Erster Stadtrat und Kämmerer Dr. Florian Ebeling.

Trotzdem nimmt die Hansestadt 2021 keine Kredite auf. „Wir kommen wie in den Vorjahren ohne Kredite und Nettoneuverschuldung aus, da wir finanziell gute Jahre hinter uns haben und entsprechende liquide Mittel aus den Vorjahren mitbringen“, sagt Ebeling. Im Etatentwurf stehen Aufwendungen in Höhe von 69,0 Millionen Euro den Erträgen von 63,5 Millionen Euro gegenüber.

Das Investitionsvolumen liegt bei rund 18,7 Millionen Euro. Mit 11,2 Millionen Euro bildet der Straßen- und Brückenbau den größten Investitionsposten im Haushalt. Finanziert werden sollen davon unter anderem der Neubau des Busbahnhofs am Rathaus mit Errichtung eines Kreisverkehrs, die Straßenbaumaßnahme Schillerstraße und die Erschließung des Gewerbegebietes nördlich des Störtenbütteler Wegs. Über Baumaßnahmen an der Bahnbrücke auf dem Ortsverbindungsweg zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt sowie der Langen Brücke wird beraten.

Den größten Aufwand im Stadthaushalt stellt die Kreisumlage mit rund 18,9 Millionen Euro dar. Weiterhin stehen Kosten für den Betrieb der städtischen Gebäude mit 6,5 Millionen Euro, für die Kindertagesstätten mit 6,9 Millionen Euro und für die Grundschulen mit rund 3,8 Millionen Euro zu Buche.

Die Gewerbesteuereinnahmen für 2021 sind mit einem Ansatz von 20,2 Millionen Euro geplant. Die Gewerbesteuer stellt die Haupteinnahmequelle für die Hansestadt Uelzen dar. „Trotz Corona zeigt sich die Gewerbesteuer in Uelzen bislang stabil“, erklärt der Kämmerer. Die Zuweisungen von Land würden sich hingegen um mehrere Millionen reduzieren.

Der Haushalt soll in der Stadtratssitzung am 22. März verabschiedet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare