Das Quartier wächst weiter

Uelzen: DRK investiert 17 Millionen Euro in neue Gebäude an Ripdorfer Straße

Bald eine Baustelle: Wie Tim Meierhoff berichtet, werden ab dem Frühjahr auf dem ehemaligen Jugendzentrumsgelände zwei neue DRK-Gebäude entstehen.
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Bald eine Baustelle: Wie Tim Meierhoff berichtet, werden ab dem Frühjahr auf dem ehemaligen Jugendzentrumsgelände zwei neue DRK-Gebäude entstehen.

Uelzen – Der Baustart ist für das Frühjahr geplant: Das Uelzener DRK erweitert noch einmal sein Wohn- und Pflegequartier an der Ripdorfer Straße. Wie der Geschäftsführer Tim Meierhoff im Gespräch mit der AZ berichtet, investiert das DRK 17 Millionen Euro in das Projekt.

Entstehen sollen zwei neue Gebäude mit Wohnungen in unterschiedlichen Größen, mit zwei Wohngemeinschaften und auch mit einer stationären Kurzzeitpflege. Bebaut wird das Areal, auf dem einst das Jugendzentrum stand sowie der Verein Jugendhilfe und der Kinderschutzbund zu finden waren.

„Kurzzeitpflege-Plätze sind rar gesät“, sagt Tim Meierhoff zu den Plänen. Teils seien nur noch weiter weg welche zu bekommen. Das DRK wolle aus diesem Grund tätig werden. Gleichzeitig ziehe es Senioren zunehmend in die Zentren, weil es um die Versorgung auf dem Lande schlechter bestellt sei. Als Antwort darauf sollen die neuen, insgesamt 51 barrierefreien Wohnungen sowie die beiden Wohngemeinschaften mit jeweils neun Plätzen entstehen.

Aktuell ist das DRK an der Ripdorfer Straße bereits Vermieter von Wohnungen, unterhält dort eine Tagespflege, das Mehrgenerationenzentrum, eine Kita mit Kinderkrippe. Hier hat das Team des Pflegedienstes wie auch die Verwaltung ihren Sitz. „Mit den Neubauten werden dann etwa 250 Menschen im DRK-Quartier wohnen“, erläutert Meierhoff.

Erworben hatte das DRK das Gelände für die Erweiterung von der Hansestadt Uelzen im Jahr 2015. Nach dem Kauf war zunächst das Jugendzentrum abgerissen worden, das in den Räumen der Lucas-Backmeister-Schule untergekommen ist. Bis Ende 2019 liefen noch Mietverträge mit dem Verein Jugendhilfe und dem Kinderschutzbund. Beide haben inzwischen neue Räume an der Dieterichsstraße und am Schnellenmarkt bezogen. Das bisher vom Kinderschutzbund genutzte Containergebäude an der Ripdorfer Straße ist bereits abgetragen worden. Das Gebäude, in dem die Jugendhilfe untergebracht war, steht unmittelbar vor dem Abriss. Die Dachschindeln sind bereits abgenommen worden. „In den nächsten 14 Tagen wird es abgerissen“, sagt Tim Meierhoff. Ein Bauantrag für die neuen Gebäude ist gestellt. Im Frühjahr wird der Startschuss fallen, erklärt Meierhoff. Ende 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein.

VON NORMAN REUTER

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