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Uelzen: Ideen-Entwickler sind jetzt am Werk

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Von: Norman Reuter

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Einer der zentralen Plätze: Für diese Wiese am Herzogenplatz werden Ideen gesucht.
Einer der zentralen Plätze: Für diese Wiese am Herzogenplatz werden Ideen gesucht. © Reuter, Norman

Der Wettbewerb, bei dem für drei zentrale Plätze in der Hansestadt Uelzen Gestaltungsideen gesucht werden, nimmt nun richtig an Fahrt auf: „Wir kommen in die Arbeitsphase“, sagt gestern Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt in einem Pressegespräch.

Uelzen – Acht Wochen haben Planungsbüros nun insgesamt Zeit, ihre Entwürfe für das Kreishaus-Gelände, die Grünfläche am Herzogenplatz und den Hammersteinplatz zu erarbeiten und einzureichen. Am 26. April soll eine Jury die besten auswählen.

Die teilnehmenden Planungsbüros kommen sowohl aus der Region als auch aus ganz Deutschland. 15 an der Zahl sind es. Wie Stadtbaurat Dr. Andreas Stefansky gestern erläutert, seien fünf von ihnen vorab festgelegt worden, weitere zehn seien aus einem Pool von insgesamt 26 Bewerbern ausgelost worden.

Auf die Frage der AZ, warum fünf Büros vorab festgelegt worden seien, erklärt Stefansky, dass mit dieser Auswahl ein Qualitätsstandard sichergestellt werden solle. Bürgermeister Jürgen Markwardt hob hervor, dass die Zahl der Bewerber für den Wettbewerb zeige, welches Interesse von Büros bestehe, für Uelzen Vorschläge zu unterbreiten. „Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und die Möglichkeiten, die uns für die Weiterentwicklung der Uelzener Innenstadt aufzeigt werden.“

Jedes Planungsbüro ist aufgerufen, für alle drei Flächen ihre Konzepte vorzulegen. Allerdings, so führt Andreas Stefansky aus, werde bei der Bewertung der Vorschläge jede Fläche einzeln betrachtet. Heißt beispielsweise: Ein Planungsbüro kann mit seiner Idee für den Herzogenplatz vorne liegen, aber mit dem Konzept für das Kreishaus-Gelände das Nachsehen haben.

Für ihre Arbeit sind den Planungsbüros Unterlagen zu den Flächen zugesandt worden. Denkbar sind Entwürfe zu Bauten, aber auch zu Grün- und Freizeitanlagen. Dabei sind Themen wie Aufenthaltsqualität, Grünstrukturen sowie Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen, erklärt die Stadt. Eingeflossen in die Wettbewerbsbeschreibung sind auch die zusammengetragenen Vorschläge aus der Uelzener Bevölkerung.

Die Auswahl der besten Konzepte trifft eine Jury, die aus Fachpreis- und Sachpreisrichtern besteht. Sie prüfen und bewerten die eingereichten Entwürfe und wählen die Preisträger aus. Als Fachpreisrichter wurden berufen: Prof. Dr. Volker Droste, Architekt und Dozent aus Oldenburg, Stadtplanerin Heike Wohltmann aus Bremen, Stadtplaner Kai Gieseler aus Kiel sowie Stadtplaner und Landschaftsarchitekt Peter Carl aus Hannover. Die drei Sachpreisrichter sind Bürgermeister Jürgen Markwardt sowie Dr. Till Manning (SPD) und Hans-Jürgen Heuer (CDU) als Vertreter des Uelzener Rates.

Der Rat ist es auch, der am Ende entscheidet, ob die Siegerideen realisiert werden sollen. Ein solches Votum könnte im Sommer fallen.

Nach Auskunft der Stadt ist es geplant, alle von den Planungsbüros eingereichten Entwürfe auch der Öffentlichkeit vorzustellen. Laut „rechtlichen Verfahrensvorgaben“ werde das aber erst nach der Prämierung durch die Jury passieren.

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