AZ-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski sieht wechselhaften Oktober voraus

Uelzen: Der Herbst zeigt sich launisch

Wechselhaft bleibt das Wetter laut dem Experten Reinhard Zakrzewski auch in den kommenden Tagen. Zur Monatsmitte besteht aber die Chance auf ein paar goldene Oktobermonate.
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Wechselhaft bleibt das Wetter laut dem Experten Reinhard Zakrzewski auch in den kommenden Tagen. Zur Monatsmitte besteht aber die Chance auf ein paar goldene Oktobermonate.

Uelzen/Landkreis – In den nächsten Tagen bleibt uns das typische Herbstwetter erhalten. Wolken, Regen und ein paar freundliche Abschnitte, besonders am Donnerstag, wechseln sich ab. Dazu ist es zeitweise recht windig aus Südwesten. Bei den Temperaturen tut sich wenig.

Sie pendeln im Höchstfall um 15 Grad, während die Nächte für die Jahreszeit sehr mild ausfallen. Damit ist sichergestellt, dass frostempfindliche Pflanzen bis auf Weiteres auf dem Balkon oder der Terrasse bleiben können.

Auch zum kommenden Wochenende ist noch keine durchgreifende Änderung des wechselhaften Wetters in Sicht. Lediglich die Nächte werden tendenziell etwas kühler. Richtung Monatsmitte bestehen durchaus Chancen auf einige trockene und goldene Oktobertage. Aufgrund der dynamischen Westwindlage ist es für Details aber noch zu früh. Würde sich ein Hochdruckgebiet einstellen, käme es allerdings rasch zur Nebel-Sonne-Lotterie durch eine oft nur zähe Auflösung von Nebel und Hochnebel.

Der September verwöhnte uns mit jeder Menge Sonnenschein und teils spätsommerlicher Wärme. Pünktlich zum astronomischen Herbstanfang am 22. September kam die große Wende. Das langlebige Sonnenhoch „Friedrich“ zog nach Osten ab und machte den Weg für den ersten Herbsteinbruch der Saison frei. Zunächst ließ kühle Festlandsluft die Werte ordentlich purzeln. Anschließend beendete ergiebiger Dauerregen die lange Schönwetterperiode, vor allem aber die fast dreiwöchige Trockenheit, die zu den längsten in einem September jemals gehörte.

Wie im August war der Kreis Lüneburg bis in die Zentral- und Westheide hinein wieder die trockenste und wärmste Region Nordostniedersachsen. Während hier örtlich nur die Hälfte der üblichen Niederschläge fiel, profitierte die Natur in einem Streifen von der Südheide bis ins Wendland von normalen Regenmengen. Am 15. September kam es mit über 30 Grad zu einem sehr späten Hitzetag, der uns flächendeckend neue Tagesrekorde bescherte.

In den vielen klaren schon recht langen Nächten stürzte das Thermometer regelrecht ab. Luftfrost trat nirgendwo auf, wohl aber drei- bis fünfmal Bodenfrost mit bis zu minus vier Grad. Mit gut 200 Sonnenstunden gehörte der September 2020 im Kreis Uelzen zu den sieben sonnigsten seit Messbeginn. VON REINHARD ZAKRZEWSKI

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