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Uelzen: Hansestadt stärkt vorübergehend Liquidität der Stadtwerke

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Im Söckel der Verbandsgemeinde ist ein größeres Loch von einer Million Euro entstanden
Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Uelzen hat empfohlen, den Stadtwerken übergangsweise einen Liquiditätskredit von bis zu vier Millionen Euro zu gewähren.  © Patrick Pleul

Die Beschaffungspreise für Energie in Kombination mit der jahreszeitlich bedingt stärkeren Gasnachfrage führen aktuell zu höheren kurzfristigen Liquiditätsbedarfen bei den Energieversorgern.

pm Uelzen. Dies betrifft auch die Stadtwerke Uelzen. Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Uelzen hat in seiner Sitzung am Montag, 16. Januar, deshalb empfohlen, den Stadtwerken übergangsweise einen Liquiditätskredit von bis zu vier Millionen Euro zu gewähren. Die Mittel dienen der kurzfristigen Verstärkung des Kassenbestandes und werden bis zum 31. Juli dieses Jahres an die Stadt zurückgezahlt. Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 23. Januar.

Bei den Stadtwerken handelt es sich um eine hundertprozentige Tochter der Hansestadt. Die Stadtkasse verfügt über ausreichend liquide Mittel. Die Stadtwerke zahlen die marktüblichen Zinsen. Diese Form des Geldmanagements mit eigenen Stadtwerken haben bereits auch andere Kommunen während der Energiekrise gewählt. Das Land Niedersachsen ermöglicht diese Verfahrensweise durch eine Sonderregelung in der Kommunalverfassung für die Folgen des Krieges in der Ukraine.

Die kurzfristigen Geldmittel werden benötigt, weil der Verbrauch an Gas in den ersten kühlen Monaten eines Jahres besonders hoch ist. Energieversorger wie kommunale Stadtwerke müssen die benötigten Mengen am Markt einkaufen und gehen damit in Vorleistung. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zahlen die Kunden einen gleichmäßigen Abschlag über das ganze Jahr. Die Kosten für die verbrauchten Mengen fließen somit erst im Laufe des Jahres mit sinkenden Verbräuchen zurück.

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