20 Chöre aus ganz Norddeutschland geben vom 7. bis 9. September Konzerte in der Hansestadt

Uelzen ist Gospel-Mekka

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Die Freude am Gospelsingen wollen die teilnehmenden Chöre des 10. Norddeutschen Gospelchortreffens, wie die Sweet Chariots aus Kirch- und Westerweyhe, an das Publikum in Uelzen weitergeben.

Uelzen. Wer kennt nicht die Schlussszene aus Sister Act, bei der Whoopi Goldberg und ihre Schwestern „I will follow him“ zum Besten geben?

Ihre stimmgewaltige Performance zeigt, um was es bei den oft als „christliche Popmusik“ umschriebenen Gospels geht: um die Liebe zu Gott, aber vor allem um Freude am Singen in der Gemeinschaft. „Man muss nicht religiös sein, um Spaß an Gospel-Musik zu haben“, erklärt Barbara Kopske. Die 41-Jährige ist katholisch, aber singt im evangelischen „Go Up“-Chor in Oldenstadt. Diese Freude wollen die Mitglieder an ihr Publikum weitergeben.

Mit diesem Ziel reisen am Wochenende vom 7. bis 9. September 20 Chöre aus ganz Norddeutschland an, wenn das mittlerweile 10. Norddeutsche Gospelchortreffen (NGCT) in der Uhlenköperstadt stattfindet und Uelzen zum Gospel-Mekka wird. Kein Zufall, denn das NGCT hat seinen Ursprung in Uelzen. „Das erste Treffen fand in Uelzen statt, weil Gerdau zu klein war“, erklärt Wolfgang Richter. Der war damals Pastor in Gerdau und gründete mit dem Jugendkreis der Kirche einen Chor, dessen Repertoire über die klassische Kirchenmusik hinaus ging. Die gleiche Idee hatte auch Christof Struck, der bereits zwei Gospelchöre in Kirch-/Westerweyhe und Lehmke leitete. „Unsere Sänger in der Kirche haben mich angesprochen, mal was Moderneres auszuprobieren“, erinnert sich Struck.

Was dann folgte, bezeichnet Wolfgang Richter heute als „größenwahnsinnig“, doch kurz darauf kam die Idee auf, ein Treffen für Gleichgesinnte in ganz Norddeutschland zu organisieren – und so gab es 1999 das erste NGCT in Uelzen. Bereits das erste Konzert in der Uelzener St.-Petri-Kirche war ein voller Erfolg: Obwohl nur Platz für 700 Besucher ist, waren über 1000 gekommen.

Seitdem findet das NGCT alle zwei bis drei Jahre in einer anderen Stadt statt – doch zum Jubiläum kommt es zurück nach Uelzen – und soll eine Art Gospel-Festival werden. Neben den heimischen Gospelchören aus Oldenstadt, Lehmke oder Salzhausen werden Gruppen aus Hannover, Buxtehude oder Bremen erwartet. „Alleine über 200 Sänger kommen von außerhalb“, bestätigt Barbara Kopske. „Insgesamt erwarten wir an dem Wochenende über 400 Sänger.“

Neben Auftaktkonzerten am Freitag in verschiedenen Kirchen wie in Bad Bevensen, Gerdau, Suhlendorf ist der Höhepunkt die Gospel-Night am Sonnabend im Theater an der Ilmenau. Der Eintritt zu sämtlichen Konzerten ist frei.

Von Sandra Hackenberg

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