Freifläche am Rathaus?

Uelzen: Gestaltungsideen für Busumsteigeplatz werden gesammelt

Die Umsteigeinsel am Rathaus wird wegen zusätzlicher Stadtbusse künftig nicht mehr ausreichen.
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Die Umsteigeinsel am Rathaus wird wegen zusätzlicher Stadtbusse künftig nicht mehr ausreichen.

Uelzen – Brenzlige Verkehrssituationen im Bereich des Marktcenters und an der Dieterichsstraße sollen der Vergangenheit angehören. Und für zusätzliche Stadtbusse werden auch mehr Haltestellen am neuen Rathaus benötigt.

So soll der Bereich zwischen Verwaltungsgebäude und Dieterichsstraße völlig neu gestaltet werden – die Pläne für einen Kreisverkehr sowie für einen Busumsteigeplatz sind jetzt der Uelzener Politik im Bauausschuss vorgestellt worden.

Wie der Vorsitzende des Ausschusses, Hans-Jürgen Heuer, im AZ-Gespräch erläutert, habe es dabei zwei Themen gegeben, die von Gewählten tiefer besprochen worden seien – die Verkehrsführung für Radfahrer im und am geplanten Kreisverkehr und die Gestaltung des Busumsteigeplatzes am Rathaus.

Beim Radverkehr habe die Ausschuss-Mitglieder die Frage umgetrieben, ob die Radler die Fahrbahn des neuen Kreisverkehrs nutzen sollen, oder eine Spur auf den Nebenanlagen bekommen. Letztlich habe sich die Politik für die Fahrbahn-Nutzung ausgesprochen, so Heuer. Die Veerßer und Dieterichsstraße seien keine vielbefahrenen Bundesstraßen. Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull kündigt gegenüber der AZ noch leichte Korrekturen in den Bauplänen an, um den Radfahrern das Passieren des Kreisverkehrs möglichst leicht und sicher zu machen.

Ab 2020 werden mehr Ortsteile mit Stadtbussen angefahren, zwei zusätzliche Linien entstehen. Damit verkehren auch mehr Busse. Bisher existiert eine Umsteigeinsel am Rathaus – diese wird künftig nicht mehr ausreichen. Das erdachte Konzept sieht eine Fläche vor, die zwischen Veerßer und Fritz-Röver-Straße entsteht und an der Haltebuchten für Busse angelegt werden sollen.

Als Parkraum ist sie nicht zu nutzen, weil es dann zwischen Autos und Bussen zu Verkehrskonflikten käme. Die Idee ist, Wartebereiche für Busnutzer zu schaffen und Teile der Flächen zu begrünen. Als Freifläche könnte der Ort zu einem sozialen Brennpunkt werden, befürchtet aber mancher. Ausschuss-Mitglied Stefan Thieme sagt im AZ-Gespräch: Jetzt seien Gestaltungsideen für die Fläche gefragt. Die Fraktionen werden dazu in den kommenden Wochen beraten. Wie der Stadtbaurat sagt, sei im Ausschuss die Idee eines aufgeständerten Bürogebäudes aufgekommen, das auf der Fläche entstehen könnte. Etwa 2000 Quadratmeter umfasst sie.

Im Dezember soll eine Entscheidung zur Gestaltung getroffen und im Frühjahr dann Förderanträge für den Bau gestellt werden.

VON NORMAN REUTER

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