Kreis will Betreuungszeiten für Tagespflege abfragen

Geplante Erstattung von Elternbeiträgen

Für die Betreuung von Kindern, in der Regel bis zum Alter von drei Jahren, durch eine Tagesmutter oder in einer Großtagespflegestelle kann ein Antrag an den Kreis gestellt und dort bewilligt werden. Aber wie sehen die Betreuungszeiten coronabedingt im Jahr 2021 aus?
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Für die Betreuung von Kindern, in der Regel bis zum Alter von drei Jahren, durch eine Tagesmutter oder in einer Großtagespflegestelle kann ein Antrag an den Kreis gestellt und dort bewilligt werden. Aber wie sehen die Betreuungszeiten coronabedingt im Jahr 2021 aus?
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Wer im Landkreis Uelzen pandemiebedingt sein Kind Anfang des Jahres nicht zur Tagesmutter gegeben hat, könnte die Elternbeiträge erstattet bekommen. Zurzeit berät die Politik dazu.

Uelzen/Landkreis – Nach dem Willen der Uelzener Kreisverwaltung soll es eine Abfrage bei Eltern im Landkreis geben, die ihr Kind bei einer Tagesmutter oder -vater oder in einer Tagespflegestelle betreuen lassen, ob sie das Angebot in den ersten drei Monaten dieses Jahrses in Anspruch angenommen haben. Ziel sind eine stundengenaue Abrechnung für diesen Zeitraum und gegebenenfalls Erstattungen an Eltern, wenn sie coronabedingt selbst die Betreuung übernahmen.

Das Land hatte appelliert, dass Eltern zu Beginn des Jahres aus Infektionsschutzgründen ihre Kinder möglichst selbst betreuen sollten. Dem kamen Eltern im Landkreis auch nach, wie Rüdiger Reiche, stellvertretender Leiter des Uelzener Jugendamtes, am Mittwochabend im Jugendhilfe-Ausschuss des Landkreises erläuterte. Entsprechend habe es nun auch Nachfragen an das Jugendamt gegeben, ob es zu einer Erstattung der Elternbeiträge für diesen Zeitraum komme.

Beim Landkreis kann eine Betreuung von Kindern – in der Regel bis zum Alter von drei Jahren – durch eine Tagespflegeperson oder Großtagespflegestelle beantragt und bewilligt werden. Der Landkreis erhebt dann Elternbeiträge, bezahlt seinerseits die Betreuungspersonen. Ob es nun zu einer stundengenauen Abrechnung und damit zu Erstattungen kommt, hat die Politik zu beschließen. Der Jugendhilfe-Ausschuss hat sich am Mittwoch dafür ausgesprochen. Das letzte Wort hat der Kreistag.

Eine stundengenaue Abrechnung soll auch nach März möglich sein, dann aber nur, wenn – wie jetzt gerade – aufgrund der Infektionszahlen ein Notbetrieb für die Kinderbetreuung besteht und Eltern ihre Kinder nicht zur Pflegeperson geben können.

Die geplante Erstattung der Elternbeiträge wird nicht zu Lasten der Bezahlung des Tagespflegepersonals gehen. „Die Fortzahlung der laufenden Geldleistung an die Kindertagespflegeperson bleibt unverändert bei den bisher bewilligten Stunden und Beträgen“, heißt es vom Landkreis. Was die Erstattung von Elternbeiträgen für die Finanzen des Landkreises Uelzen bedeutet, lässt sich erst sagen, wenn die Abfrage bei den Eltern gemacht wurde und eine stundengenaue Abrechnung erfolgt.

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