Christian Wiegand spricht im Rathaus über die Landschaftsentwicklung in der Region

Uelzen – ein „Fettfleck“der Heide

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Alles Andere als ein Fettfleck: der Uelzener Hundertwasser-Bahnhof.

Uelzen. Christian Wiegand kennt den Landkreis Uelzen wie kaum ein anderer.

Der Autor des Buches „Unterwegs im Landkreis Uelzen“ beschäftigt sich seit Jahren mit der Entwicklung der heimischen Kulturlandschaft und Möglichkeiten der Veränderung des Landschaftsbildes in der Region. Heute Abend spricht der Landschafts- und Freiraumplaner im Rahmen einer Vortragsreihe der Kreisverwaltung zum Thema „Nachhaltiges Landmanagement“. Im Interview mit AZ-Mitarbeiterin Anna Petersen verrät er vorweg schon einmal, was für die Region rund um Uelzen signifikant ist und wie sie sich stetig wandelt – heute und in der Zukunft.

AZ: Herr Wiegand, Sie kommen aus Osnabrück, leben und arbeiten in Hannover und schreiben Bücher über Uelzen. Wie kommt es dazu?

Christian Wiegand: Auf Tagungen und Seminaren bin ich in Kontakt zu Mitarbeitern des Landkreises gekommen. Daraus ist die Idee geboren worden, ein Buch über Uelzen zu schreiben. Dazu muss man wissen: Ich beschäftige mich viel mit der Geschichte von Landschaften und bin in dem Thema quasi zu Hause. Denn darum geht es auch in meinem Buch, um die Frage: Wie ist die Landschaft in Uelzen zu dem geworden, was sie heute ist?

Durch was zeichnet sich die Landschaft in Uelzen denn heute aus?

Uelzen gehört bekanntlich zur Heideregion – und Heideboden ist eher sandig und weniger fruchtbar. Damit hatten viele Bewohner bis Ende des 19. Jahrhunderts ein echtes Problem bei der Bewirtschaftung – nicht aber so sehr im Landkreis Uelzen. Dort sind Teilgebiete, zum Beispiel bei Ebstorf, sogar überdurchschnittlich fruchtbar. Man nennt die Region deshalb auch den Fettfleck der Lüneburger Heide.

Der Vortrag, den sie in Uelzen halten werden, trägt den Titel „Nur der Wandel hat Bestand“. Welchen Wandel erwartet diese Region?

Ich will nicht vorschreiben, wie der Wandel aussehen soll, sondern nur darauf hinweisen, dass es einen Wandel gibt. Oft gibt es den Wunsch, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Aber das ist nicht realistisch.

Das ganze Interview lesen Sie am Montag in der AZ.

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