Verkehr rollt / Schleichwege voll / Nachbesserungen im Gang

Uelzen fährt sich ein

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Schilder bei der abknickenden Vorfahrt an der Sternstraße überdecken sich.

Uelzen. Das Umleitungsnetz in Uelzen nach der Sperrung der Greyerbrücke greift augenscheinlich gut: Auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken fließt der Verkehr ohne große Behinderungen.

Stadt-Sprecher Jörg Deumann lobt die Uelzener, die „sich sehr gut auf die Umleitungen eingestellt haben“. Mitarbeiter der Stadt hätten sich auch an mehreren Punkten der Stadt umgesehen und dort kein überhöhtes Verkehrsaufkommen festgestellt.

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Einige Wermutstropfen gibt es. Die Mühlenstraße wird verstärkt als Schleichweg genutzt, um von der Veerßer Straße zum Hammersteinplatz zu kommen. Bewohner beklagten den starken Verkehr auf der schmalen Straße, eine Stichproben-Zählung der AZ gegen Mittag ergab: 152 Fahrzeuge fahren in 15 Minuten durch die Straße, darunter drei Busse, sechs Lkw und neun Kleinlaster. Hochgerechnet ergeben das gut 6000 Fahrzeuge in zehn Stunden, runtergerechnet sind das ein Fahrzeug alle sechs Sekunden. Zum Teil staute sich gestern der Verkehr bis zum Amtsgericht. Der Effekt allerdings, sagt Deumann, sei schon bei einer Infoveranstaltung im Juli vorausgesehen und angekündigt gewesen.

Weitere Probleme ergaben sich mit der Ampel an der Kreuzung Veerßer Straße/Greyerstraße, die noch bis zum Nachmittag lief, bis sie ausgeschaltet wurde. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten sich bei der Stadt deswegen gemeldet. Außerdem fehlte noch am Nachmittag ein Einbahnstraßen-Schild an der Ziegelhofstraße, Ecke Nothmannstraße. Die Folge: Aus der Ziegelhofstraße kommend fuhren Autos auch gegen die neu eingerichtete Einbahnstraße Richtung Sternstraße. Noch ein Kritikpunkt: An der Sternstraße Richtung Süden sind die neuen Verkehrsschilder so dicht hintereinander aufgestellt, dass sie sich kurz vor der neu geregelten abknickenden Vorfahrt zur Albrecht-Thaer-Straße verdecken.

Manches werde noch nachgearbeitet, sagt Deumann, aber generell sei die Stadt sehr zufrieden, dass der Verkehr weitgehend störungsfrei fließe. Ein Vorteil sei es, dass derzeit noch Urlaubszeit ist. „Wenn Anfang September wäre, sähe das anders aus. Die Ferienzeit kann nun genutzt werden, damit sich vieles zurechtläuft und man sich einstellen kann.“

Von Kai Hasse

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