Uelzen: Erwartetes Wachstum im Krisen-Jahr

Aufsichtsrates und dem Vorstandsmitglieder des Unternehmens (von links): Matthias Geilert, Klaus Angresius, Prof. Dr. Joachim Krieter, Thomas Gollub, Bernd Fischer, Susanne Treiber, Imke Brammer-Rahlfs, Gerhard Schulz und Dr. Theo Hölscher.
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Aufsichtsrates und dem Vorstandsmitglieder des Unternehmens (von links): Matthias Geilert, Klaus Angresius, Prof. Dr. Joachim Krieter, Thomas Gollub, Bernd Fischer, Susanne Treiber, Imke Brammer-Rahlfs, Gerhard Schulz und Dr. Theo Hölscher.

Uelzen – Im Corona-Jahr 2020 mit Lockdown und Kontaktbeschränkungen legen sich die Menschen Haustiere zu. Das beschert den Uelzener Versicherungen Zuwächse. Das Unternehmen in der Hansestadt zieht gestern Bilanz – vor allem für das zurückliegende Geschäftsjahr.

Es ist das Gebot der Stunde: Nicht zu viele Kontakte. Und Abstand halten.

So stellen gestern coronabedingt die Führungskräfte der Uelzener Versicherungen bei der Mitgliedervertreterversammlung die Zahlen für das Unternehmen einem kleineren Kreis als sonst üblich vor. Unabhängig aber von der Pandemie haben Dr. Theo Hölscher, Vorstandsvorsitzender der Uelzener Versicherungen, und seine Kollegen Erfreuliches im Gepäck.

Weiter auf Wachstumskurs

Im zurückliegenden Jahr hat das Unternehmen seinen Wachstumskurs weiter fortsetzen können, berichtet Theo Hölscher schon vorab im Pressegespräch. Selbstverständlich ist das nicht: Hat es früher eine überschaubare Zahl an Mitbewerbern in Sachen Tierversicherungen gegeben, sind inzwischen 16 oder 17 auf dem Markt zu finden, wie Theo Hölscher erläutert. Er berichtet von Start-Up-Unternehmen, die in Tierversicherungen einsteigen würden. Aber: „Wir sind Marktführer“, sagt Hölscher. Und es sei das erklärte Ziel des Unternehmens, das zu bleiben und sich weiterhin positiv zu entwickeln.

Im vergangenen Jahr ist dies durchaus gelungen, wie der Vorstandsvorsitzende anhand der Zahlen belegt. Der Jahresumsatz für 2019 beträgt 128,2 Millionen Euro. Das entspreche einem Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Hölscher.

Im September 2019 ist die Marke von einer Million Verträgen erreicht worden. Die Zahl stieg bis Jahresende auf rund 1,05 Millionen. Das sei Beleg für die Qualität der Produkte, dem nach wie vor ausgeprägten Verständnis für Tierhalter sowie für den guten Service der Uelzener Versicherungen, sagt Hölscher.

Tiere als Familienmitglieder

Im vergangenen Jahr ist das Unternehmen auch einen großen Schritt in Sachen digitale Welten gegangen, um weiter Kurs halten zu können. Das Innovations- und Investitionsprogramm „Uelzener 2020“ ist abgeschlossen worden. Vorstandsmitglied Bernd Fischer wird in einer Pressemitteilung damit zitiert, dass es sich um das größte Projekt in der Geschichte der Uelzener Versicherungen gehandelt habe. Das Unternehmen ist fast 150 Jahre alt.

Kunden können nun durch die EDV-Technik ihre Tiere komplett am Computer versichern. „Gleichzeitig legen wir großen Wert auf den Service und Gespräche mit den Kunden“, so Hölscher. 300 Mitarbeiter zählen die Uelzener Versicherungen, ist unter anderem auch in Wegberg bei Mönchengladbach, in Stuttgart und Berlin vertreten.

Tiere werden zunehmend als Familienmitglieder wahrgenommen, die Menschen sind stärker bereit, sie behandeln zu lassen. So werden für den Ernstfall Versicherungen abgeschlossen, was zu Zuwächsen bei den Uelzener Versicherungen führt, wie im Pressegespräch deutlich wird. „Und es gibt noch Potenzial in Deutschland“, so Hölscher. Zumal: Im Corona-Jahr mit Lockdown und Kontaktbeschränkungen ist festzustellen, dass sich die Menschen Tiere zulegen. Aus dem Sicherheitsbedürfnis werden sie versichert. So rechnen die Uelzener Versicherungen, während es in anderen Branchen kriselt, erneut mit Wachstum. Hölscher: „Zehn Prozent sind angepeilt und die werden wir auch schaffen.“ VON NORMAN REUTER

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