Unterrichtszentrum wird im Detail geplant / Vorab noch Erweiterung der BBS II

Uelzen: Campus für Berufsschüler soll bis 2028 stehen

Die bisherigen BBS-I-Gebäude an der Wilhelm-Seedorf Straße bleiben erhalten und werden im Campus integriert.
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Die bisherigen BBS-I-Gebäude an der Wilhelm-Seedorf Straße bleiben erhalten und werden im Campus integriert.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Uelzen – Ein großer Campus für Berufsschüler in Uelzen: Die Planungen für das Unterrichtszentrum zwischen Wilhelm-Seedorf- und Esterholzer Straße nehmen Formen an.

Wie Manfred Schrodt vom Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg gestern erläuterte, sei ein Spatenstich für das Frühjahr 2023 angedacht. 2028 sei der Abschluss der Arbeiten angepeilt. Das lässt bereits die Dimensionen des Projektes erahnen.

Wie berichtet, war der Ausgangspunkt für die Campusplanungen der bauliche Zustand des BBS-I-Standortes an der Scharnhorststraße in Uelzen. Im Keller brechen Wasserrohre, in den Obergeschossen schwitzen die Schüler im Sommer, weil ein Sonnenschutz fehlt. Der Bau stammt aus den 1960er Jahren. Mit der Campus-Lösung wandert der Standort an die Wilhelm-Seedorf Straße, wo die BBS I ebenfalls ansässig ist.

Dort vorhandene Gebäude werden ergänzt. Weil die BBS II, Georgsanstalt, nur wenige Meter entfernt liegt, lässt sie sich auch anbinden. Manfred Schrodt berichtet von einer Magistrale, einem langen Gebäudeschlauch, der bis zur BBS II reichen soll. Erste Skizzen liegen bereits vor.

Besondere Raumaufteilung

Tobias Linke, Baudezernent des Landkreises, berichtet, dass die Bedarfe für einen solchen Campus in Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen ermittelt wurden. Darauf aufbauend würden nun die Planungen vorangetrieben.

Beabsichtigt sei, sagt Manfred Schrodt, das Schulzentrum so zu errichten, dass es modernen pädagogischen Konzepten entspreche. So sollen Werkstätten und Schulräume für Bereiche wie Metallbau oder Kfz nahe beieinander liegen. „So kann das, was im Unterricht behandelt wird, auch noch einmal schnell in der Praxis betrachtet werden“, verdeutlicht Manfred Schrodt. In dieses Konzept werden auch die Bestandsbauten eingebunden. Demnach sollen zunächst die neuen Trakte entstehen und dann im Anschluss die bisherigen Schulgebäude entsprechend umgestaltet werden.

Weil die BBS II in der Hermann-Löns-Schule genutzte Klassenzimmer wieder abtreten musste, besteht an der Esterholzer Straße auch noch Raumbedarf. Die nötige Erweiterung für die BBS II sei bis Sommer 2022 zu realisieren, erklärt Manfred Schrodt. Bei diesem Bauvorhaben werde der geplante Campus schon immer mitberücksichtigt.

Bau nach modernen Klimaschutz-Aspekten

Um über Kosten für den Campus zu sprechen, sei es noch zu früh, sagt Baudezernent Tobias Linke. Im Jahr 2018 war nach ersten Schätzungen von 28 Millionen Euro gesprochen worden. Wie Manfred Schrodt sagt, sei geplant, den Campus so zu gestalten, dass er modernsten Klimaschutz-Aspekten entspreche. Dafür seien dem Landkreis auch bereits von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Fördergelder in Aussicht gestellt worden.

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