Infoveranstaltung am 5. November

Uelzen: Bund reduziert Förderprogramme – Innenstadt-Aufwertung auf der Kippe

Auch um eine Aufwertung des Herzogenplatzes geht es beim Antrag zur Aufnahme des Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“. Der Bund hat sich jedoch im Sommer neu aufgestellt.
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Auch um eine Aufwertung des Herzogenplatzes geht es beim Antrag zur Aufnahme des Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“. Der Bund hat sich jedoch im Sommer neu aufgestellt.

Uelzen – Um die Innenstadt Uelzens aufzuwerten, arbeitet die Hansestadt seit 2018 daran, ein Konzept zu erstellen, um in das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen zu werden (AZ berichtete).

So sind ein Bouleplatz an den Ilmenauwiesen, ein Natur- und Lehrpfad entlang des Flusses und eine Neugestaltung des Herzogenplatzes angedacht.

Wie Michael Kopske, Fachbereichsleiter der Stadt für Planung auf Bauaufsicht, am Montagabend bei der Sitzung des Ausschusses für Zukunftsplanung, Stadt-, Ortsteil- sowie Quartiersentwicklung und Wirtschaft mitteilte, stehe das Projekt nun aber auf der Kippe. „Der Bund hat im Sommer entschieden, sich bei den Förderprogrammen neu aufzustellen“, sagt Kopske. „Es reduziert seine Förderprogramme von acht auf drei. Wir stehen damit in der Luft.“

Angedacht war, bis zu zwei Drittel der Baukosten durch Fördermittel zu akquirieren. Für das Erstellen des Entwicklungskonzepts müssen rund 50 000 Euro in die Hand genommen werden. Wie Kopske weiter erklärte, werde die Stadt dennoch die Förderanträge wie geplant bis zum 31. Mai 2020 weiter vorbereiten und sie dann an den Bund schicken. Zuspruch erhielt der Fachbereichsleiter dafür von Sitzungsteilnehmern des Zukunftsausschusses.

Auf der Bundesebene solle nun vor allem der Klimaschutz unterstützt werden. „Die aktuellen Themenschwerpunkte bei den Förderprogrammen sind lebendige Zentren, sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung“, sagt Kopske. Der Denkmalschutz falle demnach in den Bereich der lebendigen Zentren.

Wie die aktuellen Planungen konkret aussehen, möchte die Hansestadt den Bürgern in einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 5. November, 18.30 Uhr, im Rathaus mitteilen. Inhaltlich geht es laut Kopske auch um die Gestaltung von Brücken und Spielplätzen. Laut dem Fachbereichsleiter traf sich der Arbeitskreis des Projektes „Zukunft Stadtgrün“ zuletzt im September. Das nächste Treffen sei für Anfang 2020 geplant.

Unklar ist dennoch auch, wie es mit dem „Verein Ilmenaustadt“ weitergeht, der die Innenstadt aufwerten möchte. Wie berichtet, hatte sich der Verein über fünf Jahre für die Errichtung eines Sees am Herzogenplatz eingesetzt, wofür sich jedoch in der Uelzener Politik keine Mehrheit fand.

Anfang 2019 stand ein Aus des Vereins zur Debatte. Dann gab er jedoch bekannt, weiter eine „treibende Kraft in Sachen Stadtentwicklung“ darstellen zu wollen.

VON TIMO HÖLSCHER

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