Überarbeitete Pläne für Kreisverkehr und Busumsteiger am Rathaus

Uelzen: „Boulevard“ in die Innenstadt

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Die Busse, in Hell- und Dunkelblau eingezeichnet, sollen in Buchten an der Freifläche zwischen Rathaus, Veerßer und Fritz-Röver-Straße halten. Der geplante Kreisverkehr fällt etwas größer aus.

Uelzen – Für zusätzliche Stadtbusse braucht es mehr Platz. Brenzlige Verkehrssituationen sollen an der Dieterichsstraße künftig möglichst der Vergangenheit angehören. Und: Wer am Marktcenter parkt, soll leicht in die Innenstadt kommen können.

Die Stadt hat sich diese Ziele gesteckt. Ein Kreisverkehr an der Dieterichsstraße soll dafür gebaut und der Busumsteiger am Rathaus umgestaltet werden. Jetzt sind die Pläne noch einmal überarbeitet worden: Wird so gebaut, bekommt das Areal zwischen Rathaus und Dieterichsstraße einen komplett neuen Charakter.

Karsten S.-Krogull, Stadtbaurat

Die AZ hat bei Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull die Details erfragt. Was den Kreisverkehr betrifft, so werde dieser noch etwas größer ausfallen, schildert er. Vom Marktcenter kommend entsteht ein großzügig angelegter Weg auf der Seite des Kreishauses, der mit Bäumen gesäumt wird. Scheele-Krogull spricht von einem „Boulevard“.

Dieser Boulevard setzt sich fort auf einer neu angedachten Freifläche vor dem Rathaus, um die herum Haltebuchten für die Stadtbusse entstehen. Wie berichtet, werden ab 2020 mehr Ortsteile im Stadtgebiet mit Bussen angefahren. Dafür sind zwei zusätzliche Buslinien geplant, sodass mehr Busse im Einsatz sein werden.

Für einen Umstieg am Rathaus ist zurzeit eine Halteinsel angelegt. Für weitere solcher Halteinseln fehlt in der Länge jedoch Platz, sodass die Planer ein komplett neues Konzept erdachten – jenes der Freifläche, die zwischen Veerßer und Fritz-Röver-Straße entstehen soll.

Wie genau sie gestaltet werde, müsse noch besprochen werden, sagt Scheele-Krogull. Fest steht aber: Der Platz reicht in dieser Variante nicht, um dort einen Parkplatz zu schaffen. Und: Es würde auch zu Konflikten mit dem Busverkehr kommen.

Der bisherige Parkplatz vor der Sparkasse fällt nach den Plänen der Stadt komplett weg. Dort soll künftig vom Kreisverkehr aus die Veerßer Straße entlanglaufen. Unter anderem an ihr würde man noch Stellplätze schaffen, so Scheele-Krogull. „Unterm Strich verlieren wir 15 bis 20 Stellplätze.“ Das sei zu verkraften.

Zum einen gebe es noch freie Kapazitäten bei den Parkflächen in der Stadt. „Wir haben eine Auslastung von 60 Prozent.“ Zum anderen werde es auf Sicht mehr freie Plätze im Parkhaus am Marktcenter geben, wenn das neue Kreishaus an der Eschemannstraße fertiggestellt sei und die Mitarbeiter des Kreises dann das Marktcenter-Parkhaus nicht mehr nutzen würden.

Die Stadt hofft bei ihrem Projekt auf Zuschüsse in Höhe von einer Million Euro. Im kommenden Jahr sollen die Anträge dafür gestellt werden. Zuvor werde die Detailplanung abgeschlossen, so Scheele-Krogull. Die neuen Planungen sind auch noch von der Politik zu beraten. Dies solle im Herbst geschehen.

VON NORMAN REUTER

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