Bau der A 39: Uelzen-Bodenteich zuletzt

Viel Arbeit bis zum Baubeginn: Die Landesbehörde stellte nun den Zeitplan für den Bau der A 39 vor. Foto: Archiv

Uelzen/Landkreis. Die Planungen laufen auf Hochtouren und ein Arbeitskreis nach dem anderen tagte bereits. Jeder Abschnitt der Autobahn 39 sei „in sich verkehrswirksam bis zur nächsten Anschlussstelle“, erklärt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Bauherr der Autobahn ist zwar die Bundesrepublik, aber da der Bund keine eigene Straßenbauverwaltung hat, werden die jeweiligen Landesbaubehörden mit der Planung beauftragt.

Die gesamte Trasse von Lüneburg bis Wolfsburg hat eine Länge von insgesamt rund 105 Kilometern. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 617 Millionen Euro. Der A 39-Bau ist derzeit in sieben Abschnitte unterteilt.

„Wir werden nach den derzeitigen Planungen mit Abschnitt eins oder sieben beginnen“, erklärt Möller auf AZ-Nachfrage. Nach den bisherigen Planungen wäre der 12,6 Kilometer lange Abschnitt vier zwischen Uelzen und Bad Bodenteich der letzte Abschnitt, der gebaut wird.

Einen Zeitplan erläuterte der Geschäftsbereichsleiter anhand des Abschnittes drei zwischen Bad Bevensen und Uelzen: „Der Vorentwurf soll im Herbst 2012 an das Bundesverkehrsministerium gehen und dort wird er geprüft. Das Planfeststellungsverfahren beginnt voraussichtlich im Herbst 2013.“ Die Planunterlagen werden in den an der Trasse liegenden Gemeinden oder Städten ausgelegt und sind dort einsehbar. Einwendungen gegen das Projekt können sowohl Bürger als auch Institutionen und Verbände vorbringen.

Der Planfeststellungsbeschluss wird erteilt, nachdem Erkenntnisse aus den Einwendungen und der Erörterung geprüft und in die Pläne eingearbeitet wurden. „Im Abschnitt drei rechnen wir Ende 2014 oder Anfang 2015 mit dem Planfeststellungsbeschluss“, sagt Möller. Dieser entspricht einer Baugenehmigung. „Erst dann kann dagegen geklagt werden“, erklärt der Geschäftsbereichsleiter. Mit dem Bau dürfte nach einer vierwöchigen Frist begonnen werden. Klagen haben laut Möller normalerweise keine aufschiebende Wirkung, allerdings können Kläger versuchen, gegen den Sofortvollzug zu klagen. Die Finanzierungszusage durch den Bund ist aber neben dem Planfeststellungsbeschluss unbedingte Voraussetzung für den Baubeginn. Der A 39-Bau muss im Straßenbauplan aufgeführt werden. Über diese Aufnahme entscheiden Bundesregierung und Bundestag. „Die Bauleistungen werden dann ausgeschrieben und der Bau kann beginnen“, so Möller.

Auch in Lüder wurde der Verlauf der A 39 im jüngsten Rat diskutiert. Seite 5

Von Jörn Nolting

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