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Uelzen: Bis zu sieben Kandidaten zur Landtagswahl

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Von: Norman Reuter

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Ein Wähler steckt einen Stimmzettel in die Wahlurne.
Stimmabgabe: Am Sonntag, 9. Oktober, wird in Niedersachsen der Landtag gewählt. © Sebastian Kahnert / dpa

Erstmals seit 2008 könnte es für die Landtagswahl im Oktober wieder sieben Bewerber aus dem Landkreis Uelzen für einen Platz im niedersächsischen Landesparlament geben.

Uelzen/Landkreis – Nachdem bereits CDU, SPD, Grüne und FDP Kandidaten gefunden haben, erklären auch die UWG, die Linke sowie die AfD gegenüber der AZ, ihrerseits eigene Bewerber ins Rennen schicken zu wollen. Die UWG hat am Donnerstagabend einen Grundsatzbeschluss zur Kandidatenfrage gefasst. Die Linke will am Sonntag bei einer Bezirksversammlung über Kandidaten zur Wahl beraten, die Uelzener AfD im Frühjahr.

Bereits vor der Landtagswahl 2017 hatte der Uelzener Kreisverband der Unabhängigen Wählergemeinschaft mit dem Gedanken gespielt, einen Kandidaten aufzustellen – was letztlich nicht der Fall war. Dieses Jahr soll es anders sein. „Wir haben uns entschlossen, einen Kandidaten aufzustellen“, berichtet gestern Klaus-Georg Franke, Sprecher des Kreisverbandes.

Der Grundsatzbeschluss dazu ist am Donnerstagabend bei einer Mitgliederversammlung gefasst worden. Ihm voraus ging eine Abfrage, ob es einen Kandidaten geben solle. Über die UWG-Homepage konnte abgestimmt werden. Mit 76 Prozent habe es ein Votum für einen Kandidaten gegeben, so Franke.

Wer das sein wird, das steht noch nicht fest. „Damit werden wir uns im April befassen“, so Franke. Es seien Regularien zu beachten. Eine Suche nach einem Kandidaten muss die UWG nicht starten. „Es gibt schon Leute, die Interesse haben“, sagte Franke. Welche das sind, dazu wollte er sich äußern. „Das ist zu früh.“

Mit Klaus-Georg Franke und Andreas Dobslaw hat die UWG zwei Mitglieder, die bereits schon einmal bei einer Landtagswahl angetreten sind. Dobslaw unterlag 2017 auch nur um Haaresbreite dem Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer (CDU).

Mit der Ankündigung der UWG könnte es erstmals seit 2008 auch wieder insgesamt sieben Bewerber geben. Denn neben CDU, SPD, Grüne und FDP, wollen auch Die Linke und die AfD mitmischen. Martin Platzer, Vorsitzender der Uelzener Linken, sagte gestern: „Es ist geplant, in allen 88 Wahlkreisen einen Kandidaten aufzustellen. Frank Rinck, Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes: „Wir werden jemanden aufstellen.“

2017 hatte es sechs Bewerber aus dem Kreis Uelzen bei der Wahl gegeben, 2013 waren es nur vier. Sicher ist für 2022: Die CDU schickt erneut Jörg Hillmer ins Rennen, die Grünen setzen auf Pascal Leddin. Für die SPD ist Jan Henner Putzier vorgeschlagen, am 26. März soll hier die Wahlkreiskonferenz die letzte Entscheidung treffen.

Christian Teppe ist seit Mittwochabend bestätigter Kandidat der FDP. Bei einer Versammlung im Hotel „Deutsche Eiche“ in Veerßen wurde er von den Liberalen gekürt. „Das Ergebnis fiel einstimmig aus“, so Teppe.

Der Rechtsanwalt aus Holdenstedt will bei seinem Wahlkampf „in die Fläche gehen“, um mit den Menschen über die wichtigen Themen der Zukunft zu sprechen. Mit Blick auch auf den Krieg in der Ukraine erklärte er, es gelte jetzt, die großen Fragestellungen zu behandeln. „Wir haben die Katastrophe direkt vor der Tür. Wir müssen uns um die wirklichen Probleme kümmern“, sagte Teppe. Die sieht er beispielsweise in einer mangelhaften Inftrastruktur, ob nun Funk- oder Autobahnnetz, und auch in der Energieversorgung.

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