Investor kauft Fläche am Steinkreuz

Uelzen: Autohof soll mit Schnellrestaurant, Tankstelle und Waschstraße entstehen

Die rotmarkierte Fläche hat ein Groß Liederner Privatmann an die Firma Sallier Bauträger veräußert. Der Investor plant die Errichtung eines Schnellrestaurants, einer Tankstelle, einer Waschstraße und einer Autowerkstatt. 
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Die rotmarkierte Fläche hat ein Groß Liederner Privatmann an die Firma Sallier Bauträger veräußert. Der Investor plant die Errichtung eines Schnellrestaurants, einer Tankstelle, einer Waschstraße und einer Autowerkstatt. 

Uelzen – Die Pläne für den neuen Autohof in Uelzens Südosten an der Groß Liederner Straße werden konkreter.

Wie Jarno Richter, Projektentwickler bei Sallier Bauträger mit Sitz in Lüneburg, bei der Sitzung des Ausschusses für Zukunftsplanung, Stadt-, Ortsteil- sowie Quartiersentwicklung und Wirtschaft der Stadt Uelzen am Donnerstagabend mitteilte, habe seine Firma das 17.000 Quadratmeter große Grundstück von einem Groß Liederner Privatmann gekauft.

Jarno Richter, Projektentwickler Sallier

„Wir planen mit einer Tankstelle, einer Waschstraße und einem Schnellrestaurant. Für eine weitere Fläche sind wir noch offen“, sagt Richter. Bislang habe sich für die noch zu vergebene Fläche nur ein finnischer Interessent aus der Autobranche bei Sallier gemeldet. Richter: „Wir befinden uns in guten Gesprächen mit Burger King und der Westfalen-Tankstelle.“ Für die Tankstelle und Waschstraße stehen 8330 Quadratmeter zur Verfügung, für die Gastronomie 2.400 und für die noch zu vergebene Fläche 2.950 Quadratmeter.

Die Schnellrestaurantkette Burger King plane demnach 300 weitere Standorte bis ins Jahr 2023 in Deutschland. In Uelzen könnten formell zwölf neue Vollzeitarbeitsstellen entstehen, was laut Richter de facto wohl auf 30 bis 40 Teilzeitstellen hinauslaufe. Bei der Westfalen-Tankstelle mit Sitz in Münster, die auch die Waschstraße betreiben und eine Autowerkstatt errichten möchte, geht der Projektentwickler von formell fünf Vollzeitstellen aus.

Gutachten in Sachen Arten-, Natur- und Lärmschutz wolle seine Firma zeitnah in Auftrag geben. Rainer Schimmel, beratendes Mitglied des Zukunftsausschusses, kritisierte, dass derzeit nur eine Abfahrt vom Autohof auf die Groß Liederner Straße in Richtung Stadt geplant ist. Auch andere Ausschussmitglieder äußerten hierzu Skepsis. Richter versprach, ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben zu wollen.

Unter den Zuhörern äußerte Dr. Thomas Gieger vom BUND-Kreisverband Uelzen Bedenken am geplanten Vorhaben. Er befürchte eine hohe Lärmbelastung für die Anwohner an der Groß Liederner Straße sowie die Nutzer der Kleingartenkolonie „Am Steinkreuz“.

Außerdem habe er Sorge, dass er ein geplanter, hoher Pylon Vögel anlocken könnte, die dort verenden könnten. Schließlich sollen Autofahrer den Autohof schon von Weitem auf den angrenzenden Bundesstraßen 4, 71 und 191 aus sehen können, um abzufahren.

VON TIMO HÖLSCHER

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