Albanerin Enkelejda Qamo profitiert vom VerA-Projekt

Uelzen: Mit Ausbildungspatin zum Abschluss

Mit helfenden Händen zum Ausbildungsabschluss: Patin Martina Lapins (v.l.), Enkelejda Qamo, Pflegedienstleiterin Anja Pasewald und VerA-Koordinatorin Ulla Zajons.
+
Mit helfenden Händen zum Ausbildungsabschluss: Patin Martina Lapins (v.l.), Enkelejda Qamo, Pflegedienstleiterin Anja Pasewald und VerA-Koordinatorin Ulla Zajons. 

Uelzen – Die Freude steht ihr ins Gesicht geschrieben. Enkelejda Qamo aus Albanien hat erfolgreich die Ausbildung zur Pflegeassistentin abgeschlossen. Der Ausbildungsbetrieb, ein Altenheim in Stederdorf, beschäftigt sie nun in Vollzeit.

Quamo sagt: „Für jeden Beruf brauchst du ein Herz, in diesem aber besonders. Ich liebe den Beruf. “ Der Weg zum Ausbildungsabschluss war für die Albanerin aber steinig. An ihrer Seite hatte sie mit Martina Lapins eine Ausbildungspatin.

Der „Senior Experten Service“ (SES) als Gemeinschaft von ehrenamtlich tätigen Führungskräften im Ruhestand hat das Projekt „VerA“ aufgelegt. Die Idee dabei: Auszubildende, die Unterstützung brauchen, bekommen sie durch Paten. Martina Lapins , die früher in der Drogenberatung tätig war, engagiert sich bei „VerA“, hat Enkelejda Qamo in den zurückliegenden Jahren begleitet.

2015 kam die heute 33-jährige Albanerin nach Deutschland, musste für den Beruf die Sprache lernen. Das war eine große Hürde. Unterstützung erfuhr sie dabei nicht nur durch Lapins, auch im Ausbildungsbetrieb kümmerte man sich. „Sicherlich war es eine Herausforderung, wenn Enkelejda zum 100. Mal fragte: Wie wird das geschrieben?“, schildert Pflegedienstleiterin Anja Pasewald. Aber die Kollegen zeigten Verständnis – auch weil sie sahen, welche Empathie die Albanerin bei der Pflege der Bewohner an den Tag legt. „Ein Prüfer sagte: So wünscht man sich das“, berichtet Pasewald.

Enkelejda Qamo meistert nicht nur den praktischen Part der Abschlussprüfung, sondern behauptet sich auch im theoretischen Teil. Eine Aufgabe sei es dabei gewesen, einen schriftlichen Pflegeplan abzufassen. „Ich musste nichts mehr ändern. Ich habe mich so gefreut“, sagt Pasewald.

Lapins hat zwei weitere Auszubildende unterstützt. „Auch sie haben es geschafft“, sagt sie. Ist die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, endet die Unterstützung durch den Paten. Demnächst könnte Lapins einen angehenden Koch aus Pakistan unterstützen. „Das ist gerade in der Anfangsphase“, sagt sie.

Ulla Zajons, die in der Region das VerA-Projekt koordiniert, berichtet, dass es weit mehr Anfragen für eine Betreuung gibt als Ausbildungspaten. Aktuell werden Ausbildungspaten für Lehrlinge in der Kraftfahrzeug-Technik gesucht. Wer selbst in diesem Bereich tätig war und Lust hat, sich zu engagieren, darf sich gerne melden. Aber es sind auch alle anderen eingeladen.

Kontakt: Ulla Zajons, Telefon (01 63) 4 47 70 85 oder per Mail lueneburg@vera.ses-bonn.de.

VON NORMAN REUTER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare