Verzögerungen sorgen für Unmut

Uelzen: Anwohner mit Bauarbeiten an Friedrich-Ebert-Straße unzufrieden

+
Carmen (2. v. rechts) und Gerhard Winkler (rechts) sowie weitere Anwohner ärgern sich über die Verzögerungen der Bauarbeiten und eine fehlende Beleuchtung an der Friedrich-Ebert-Straße in Uelzen.

Uelzen – Die neue Bepflasterung der Friedrich-Ebert-Straße in Uelzen ist für die Anwohner eine kostspielige Angelegenheit. 4500 Euro hat das Ehepaar Carmen und Gerhard Winkler für die neuen Pflastersteine bereits zu zahlen.

Die Bauarbeiten begannen im Februar, sollten ursprünglich Ende Juli abgeschlossen sein.

In einem zweiten Schreiben teilte das von der Stadt beauftragte Uelzener Bauunternehmen den Anwohnern mit, dass sich die Fertigstellung bis Ende September verzögere. Doch auch im Oktober sehen die Winklers weiter keine neuen Pflastersteine an der Straße vor ihrem Haus.

„Am meisten stört mich, dass die Straße nicht beleuchtet ist. Das führt morgens und abends zu Problemen und ist aus meiner Sicht grob fahrlässig, da hier somit eine große Unfallgefahr herrscht“, sagt Gerhard Winkler. Auch seine Frau Carmen beklagt sich, dass sich die Bauleitung der Stadt die schlechte Beleuchtung abends nicht ansehe. „Im Zuge der Bauarbeiten muss die alte Beleuchtung abgeklemmt werden, bevor die neue Beleuchtung steht und angeschlossen werden kann. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Die Baufirma und die Stadt sind bemüht, dieses Zeitfenster ohne Beleuchtung so gering wie möglich zu halten“, erklärt Stadtsprecherin Sandy Naake auf eine entsprechende AZ-Anfrage.

Lore Meine blickt mit Sorgen dem anstehenden Auszug eines Mieters und dem Einzug eines neuen Mieters entgegen. „Wie soll ein Möbelwagen hier an das Haus kommen?“, fragt die Anwohnerin. Der Sandboden der Straße glich zuletzt nach den vielen Niederschlägen eher einer Matschlandschaft. Bei den Bauarbeiten wurde zudem ein Fernmeldekabel beschädigt, sodass die Anwohner fünf Tage kein Festnetztelefon und Internet hatten. Bei einer 89 Jahre alten Anwohnerin machte sich laut den Winklers der Sohn Sorgen, weil er seine Mutter nicht erreichte und fuhr zu ihr.

Die Anwohner beklagen sich zudem darüber, dass die Kommunikation mit den Bauarbeitern schlecht sei. „Warum wurden wir nicht informiert bezüglich des zerstörten Kabels?“, fragt Carmen Winkler.

„Die Arbeiten haben sich verzögert, weil die Straße in mehreren Abschnitten aufgebrochen und wiederhergestellt wurde“, sagt Naake und ergänzt: „Die Fertigstellung der Bepflasterung verschiebt sich bis Ende Oktober. Kleinere Arbeiten werden noch Anfang November stattfinden.

Die Winklers begrüßen, dass seit Mittwoch Hinweisbaken an der Straße stehen. „Doch leider funktioniert deren Beleuchtung nicht“, sagt Gerhard Winkler.

VON TIMO HÖLSCHER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare