Landesschulbehörde stimmt Wechsel der Trägerschaft zu

Übernahme ist perfekt

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Künftig wird die Arbeit an Uelzens weiterführenden Schulen – wie hier beim „Aktionstag Ernährung“ am Herzog-Ernst-Gymnasium – unter Federführung des Landkreises stehen. Die Landesschulbehörde hat dem so zugestimmt.

Uelzen/Landkreis. Die Landeschulbehörde hat der Übertragung der Schulträgerschaft für die weiterführenden Schulen von der Stadt Uelzen auf den Landkreis Uelzen „in Gänze zugestimmt“, wie Erster Kreisrat Uwe Liestmann informiert.

Sowohl die Übernahme durch den Kreis an sich, als auch die Bildung einer Oberschule zum Schuljahr 2013/14 und die damit einhergehende Auflösung der insgesamt drei Haupt- und Realschulen wurden befürwortet – so, wie es Stadt und Landkreis einvernehmlich vereinbart hatten (AZ berichtete).

Indes läuft das operative Geschäft weiter, sagt Uwe Liestmann. Derzeit führe die Verwaltung Personalgespräche, zum Beispiel mit Schulsekretärinnen, die bislang bei der Stadt Uelzen angestellt sind. Hier gelte es, die Übernahmen zu klären.

Relativ einfach sei indes die Übernahme, was die Gebäude als solche betreffe. „Durch ein gemeinsames Gebäudemanagement und den IT-Verbund“, so Liestmann, „ändert sich sozusagen im Haushalt nur die Buchungsstelle.“ Allerdings werde man im IT-Bereich alle Schulen auf einen Nenner bringen müssen, was Hard- und Software angehe. „Das ist zurzeit sehr heterogen“, fasst der Vize-Chef der Kreisverwaltung zusammen. Derzeit werde man für Genaueres noch eine Richtlinie des Landes Niedersachsen abwarten, in der künftige Unterrichtsinhalte festgezurrt werden. Bis zur Jahresmitte soll sie vorliegen.

Zwar gehören Uelzens weiterführende Schulen zum 1. August dem Landkreis, dennoch werde es für manche Bereiche noch Übergangszeiten geben, informiert der Erste Kreisrat. So könne man beispielsweise nicht ein neues Konzept für die Schulbüchereien aus dem Ärmel schütteln, weswegen selbige auch weiterhin unter Obhut der Stadtbücherei betrieben würden, so Liestmann. Die Büchereikräfte würden auch weiterhin beschäftigt werden, betont er, wofür man der Stadt Uelzen die Personalkosten erstatte. Auch das Catering der Mittagstisch-Angebote an den Schulen werde man übernehmen – „never touch a running system“, zitiert Uwe Liestmann ein Sprichwort, wonach man nie ein funktionierendes System ändern sollte.

Betroffen von der Übernahme sind die Lucas-Backmeister-Schule, die Sternschule, die Theodor-Heuss-Schule, das Herzog-Ernst-Gymnasium und das Lessing-Gymnasium. Zwei Millionen Euro wird den Landkreis Uelzen der Betrieb der Schulen jährlich kosten, außerdem hat der Kreistag in seiner vergangenen Sitzung, wie berichtet, befürwortet, einen Kredit in Höhe von 4,68 Millionen Euro für die Gebäude, Grundstücke und das Inventar der Schulen aufzunehmen.

Von Ines Bräutigam

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