148 Syrer, ein Nigerianer – Menschen aus über 26 Nationen kamen nach Uelzen

Überblick: Aus diesen Ländern kommen im Kreis Uelzen untergebrachte Flüchtlinge

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Flüchtlinge erreichen die Sporthalle des Lessing-Gymnasiums. 200 von ihnen bewohnen derzeit Sporthallen, die der Kreis dem Land in Amtshilfe als Notunterkunft zur Verfügung stellt.

Uelzen. Auf AZ-Anfrage hat der Landkreis Uelzen gestern die aktuellen Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen mitgeteilt. Stand gestern sind demnach 893 Flüchtlinge und Asylbewerber im Leistungsbezug durch den Landkreis.

Wie seitens des Landkreises immer wieder betont wird, ist die Situation aber sehr dynamisch. Zahlen aus dieser Woche dazu: Mittwoch waren 875 Personen registriert, Donnerstag 881.

Die Staaten, aus denen die meisten der registrierten Flüchtlinge und Asylbewerber im Kreis stammen, sind Syrien (148), Montenegro (143 Personen), und Serbien (105). Gefolgt wird dieses Trio von 103 Afghanen. Aus Nigeria und Sierra Leona ist jeweils nur eine Person im Kreis.

Staaten und Personenzahlen im Überblick

Syrien (148)
Montenegro (143)
Serbien (105)
Afghanistan (103)
Albanien (49)
Algerien (42)
Russische Föderation (39)
Mazedonien (36)
Sudan (36)
Irak (26)
Kosovo (25)
Georgien (22)
Elfenbeinküste (21)
Iran (16)
Libanon (13)
Somalia (13)
Marokko (11)
Pakistan (9)
Bosnien-Herzegowina (7)
Aserbaidschan (4)
Türkei (4)
Mali (2)
Eritrea (2)
Indien (2)
Nigeria (1)
Sierra Leona (1)

Bei 13 Personen kann der Landkreis keine Auskunft zur Nationalität machen. Sie haben keinen Pass und kennen ihre Nationalität nicht. Dies komme beispielsweise bei Menschen aus dem Grenzgebiet zwischen Marokko und Algerien vor, so Kreissprecher Martin Theine.

Der Kreis machte auch Angaben zur Altersstruktur und Geschlecht der Leistungsbezieher. 315 der 893 Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche, 578 Erwachsene. Rund drei Viertel sind männlich. Von den 893 Leistungsbeziehern im Kreis sind 716 Bezieher von Leistungen nach Paragraf 3 Asylbewerberleistungsgesetz, 177 sind länger als 15 Monate in Deutschland im „privilegierten Bezug“ nach Paragraf 2. Dieser entspricht den Leistungen nach Sozialgesetzbuch II oder IV. liegen also auf „Hartz-IV-Niveau“. Darüber hinaus sind im Rahmen des Amtshilfeersuchens des Landes aktuell rund 200 Personen in den beiden Turnhallen Pestalozzischule und Lessing-Gymnasium untergebracht. Die Hauptnationalitäten hier: Syrer, Afghanen, Iraker, Togolesen, Ivorer, Kameruner, Somalier, Sudanesen, Algerier und Marokkaner. Diese Personen werden vom Land Niedersachsen versorgt. Sie erhalten Sachleistungen.

Von Steffen Kahl

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