Baum des Jahres

Über 30 Traubeneichen im Uelzener Stadtwald gepflanzt

UELZEN - Die Uelzener Stadtforst hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 26 000 Euro erzielt – das waren 7000 Euro mehr als im Jahr 2012.

Diese Bilanz zog Thomas Göllner, Leiter des städtischen Eigenbetriebes, jetzt auf der Sitzung des Betriebsausschusses der Stadtforst. „Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Jahr zufrieden. Es ist ordentlich gelaufen“, erklärte Göllner.

2013 wurden im Uelzener Stadtwald insgesamt 4350 Festmeter Holz geschlagen. „Das war fast genau eine Punktlandung“, sagte Göllner, denn die jährliche Zielmarke liege bei 4300 Festmetern. Das entspreche dem seit vielen Jahrzehnten verfolgten Nachhaltigkeits-Prinzip der Stadtforst. Pro Jahr werde stets etwas weniger Holz gefällt, als auf natürliche Weise nachwachse. Mit rund 80 Prozent machten Kiefern und Fichten den Hauptanteil der gefällten Bäume aus.

Weitere zehn bis 15 Prozent entfielen auf Douglasien und Lärchen, den Rest bildeten Eichen und Buchen. Bei fast allen Holzarten habe die Stadtforst ordentliche Preise erzielt. „Die Fichte geht im Moment sehr gut mit tollen Preisen“, freute sich Göllner. Dagegen lägen die Preise für Buchenholz auf einem anhaltend niedrigen Niveau.

Der Grund: Buche sei derzeit nicht so begehrt als Möbelholz. Entsprechend habe die Stadtforst die Menge ihres Holzeinschlags angepasst. „Bei Buchenholz fällen wir fast gar nichts, außer ein bisschen Brennholz, aber nur eher schlechte Sortimente“, erläuterte der Stadtförster.

Im Gegenzug pflanzen Göllner und seine Mitarbeiter jedes Jahr 20 000 bis 25 000 neue Laubbäume im Stadtwald. Das Ziel ist, den starken Nadelholzbestand – er macht noch immer rund 80 Prozent aus – stärker zu durchmischen. Vor allem junge Eichen, Buchen, Ahorne und Wildkirschen werden gepflanzt. Etwa 50 Prozent der Kosten übernehmen Land, Bund als EU. „Diese Pflanzung ist Zukunftssicherung“, betonte Göllner. Ein Mischwald biete den besten Schutz gegen Schädlinge und Stürme.

Die Mitglieder des Betriebsausschusses nahmen das Jahresergebnis der Stadtforst nicht nur zustimmend zur Kenntnis. Sie griffen nun auch selbst zu Spaten und Hacke und pflanzten unter Anleitung von Göllner mehr als 30 junge Traubeneichen im Stadtwald. Dabei handelt es sich um den offiziellen Baum des Jahres 2014. „Die Traubeneiche ist eine sehr angepasste Baumart und gut für trockene Standorte geeignet“, erklärte der Stadtförster. - Bernd Schossadowski

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