Ausschuss stimmt gegen Aufbau von Hundekotbeutel-Boxen

Tütchenspender zu teuer

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Geht es nach dem Ausschuss für Stadtplanung, werden diese Hundekotbeutel-Boxen künftig nicht zum Stadtbild gehören.

ap Uelzen. Beim Gassigehen dürfen sie nicht fehlen: Plastiktütchen für die unliebsamen Hinterlassenschaften der Vierbeiner. Doch diese werden Hundebesitzer wahrscheinlich auch künftig nicht aus sogenannten Hundekotbeutel-Spendern in Uelzen erhalten.

Die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses haben sich am Donnerstagabend mit einer Gegenstimme gegen die Forderung der WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis 21/RRP-Gruppe ausgesprochen, solche Hundekotbeutel-Boxen aufzustellen.

„Die Erfahrungen in anderen Kommunen sind eher negativ“, nannte Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull einen Grund für den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Überdies sei von Vandalismus berichtet worden. Knapp 700 Euro Anschaffungskosten fielen pro Spender an. Der Einbau dreier Anlagen koste die Stadt rund 2000 Euro – mit jährlich rund 600 Euro Folgekosten pro Box. Vorschlag deshalb: Es soll weiterhin der direkte Kontakt zu Hundehaltern gesucht werden. Außerdem, schlug Scheele-Krogull vor, könnten Geschäfte angesprochen werden, solche Hundekotbeutel-Boxen aufzustellen und für Werbung zu nutzen.

Verantwortungsbewusste Hundehalter entfernten die Kothaufen so oder so, war sich Karl-Heinz Schmäschke (CDU-Grüne) sicher, andere nutzten auch die Boxen nicht. Seine Idee: Die Tütchen könnten nach dem gleichen System wie gelbe Säcke ausgegeben werden, also kostenlos. Drei Spender, sagte Uwe Holst (SPD-UWG-Gruppe), seien ohnehin nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Einzig Burkhard Schorling (WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis 21/RRP-Gruppe) hielt an dem Antrag seiner Gruppe fest, wenngleich er einen Teilerfolg verzeichnete: „Unser Ansinnen war es eben auch, etwas anzuschieben.“

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