Kein Regen in Sicht

Trockenheit ohne Ende?

Trockenheit herrscht derzeit im Landkreis Uelzen. Land- und Forstwirtschaft werden hart getroffen, die Böden wie hier bei Halligdorf sind trocken. 
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Trockenheit herrscht derzeit im Landkreis Uelzen. Land- und Forstwirtschaft werden hart getroffen, die Böden wie hier bei Halligdorf sind trocken. 

Uelzen/Landkreis – Der für Wald und Flur so wichtige Dauerregen bleibt weiterhin aus. Insgesamt ist eine grundlegende Umstellung zu einer regenreichen Großwetterlage zumindest bis Ende der ersten Juniwoche nicht in Sicht.

So werden sich die Sorgenfalten vieler Land- und Forstwirte wohl weiter vertiefen. Und auch Polizei und Feuerwehr mahnen zu äußerster Vorsicht in Wald und Flur: Ein einziger Funke kann derzeit angesichts des strohtrockenen Unterholzes eine Katastrophe auslösen.

Damit bestätigen sich die frühen Prognosen der Klimamodelle. Schon im Januar sagten sowohl das europäische ECMWF- als auch das amerikanische NOAA-Langfristmodell eine erhebliche Frühjahrstrockenheit insbesondere für Norddeutschland voraus. Doch im Laufe des Februars trat bei Landwirten und Wasserversorgern Tiefenentspannung ein. Eine ungewöhnlich lange und intensive Regenperiode schien die Horrorszenarien zu widerlegen.

Mitte März kam mit dem abrupten Wechsel von Tief- auf Hochdrucklagen dann die große Wende. Fortan machten die meisten Regengebiete um Norddeutschland einen großen Bogen. So fielen zwischen dem 15. März und 15. Mai im Kreis Uelzen lediglich 35 bis 45 Liter Regen pro Quadratmeter und damit kaum die Hälfte des langjährigen Mittelwertes (1981 bis 2010). Richtung Elbe war es teilweise noch weniger. Im Gegenzug lieferte die Sonne mit rund 530 Stunden ein sensationelles Plus von 60 Prozent ab. Dies alles geschah bei relativ verhaltenen Temperaturen, was die Austrocknung der Böden bremste. Ein verheerendes Szenario für Natur und Landwirtschaft wäre anhaltende Trockenheit bei gleichzeitiger Hitze im Juni. Diesbezüglich sind die langfristigen Trends durchaus bedrohlich. Aktuell stehen im ersten Sommermonat in Norddeutschland 30 bis 40 Prozent der normalen Niederschläge infrage, bei gleichzeitig ein bis zwei Grad zu hohen Temperaturen. Und auch für den Juli sieht es kaum besser aus.

Heute geht es leicht bewölkt, trocken und mild weiter. Bei einem schwachen Wind aus unterschiedlichen Richtungen werden ausflugsfreundliche 19 Grad und am Sonntag dann 20 Grad erreicht. Perfekt für die gemütliche Fahrradtour mit der Familie. Der Pfingstmontag gibt dann alles: Die Thermometer-Säule klettert auf 24 Grad. Da lohnt schon ein Abstecher in eines der Freibäder. Bei allen Unternehmungen müssen aber die coronabedingten Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden, damit es weiterhin für den Landkreis Uelzen heißt: keine neuen Infektionen!  zak/mm

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