Trautes Heim: Glück kann teuer sein

Große Preisunterschiede im Landkreis Uelzen für gebrauchte Einfamilienhäuser

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Während man in Bad Bevensen durchschnittlich 349 000 Euro für ein gebrauchtes Einfamilienhaus bezahlen muss, sind es in der Samtgemeinde Suderburg lediglich 158.500 Euro.

Uelzen/Landkreis – Während man in Hannover im Durchschnitt 629 000 Euro für ein gebrauchtes Einfamilienhaus bezahlen muss, so kostet ein durchschnittliches Haus im Landkreis Uelzen lediglich 209 000 Euro.

Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Instituts empirica hervor, das im Auftrag der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) die Preise für alle Gemeinden und Städte Niedersachsens errechnet hat.

Die Preise im Landkreis Uelzen sind allerdings recht unterschiedlich, schaut man sich Städte und Gemeinden im Vergleich an. So kosten gebrauchte Einfamilienhäuser in der Stadt Bevensen im Durchschnitt 349 000 und in der Gemeinde Bienenbüttel 298 000 Euro, während man in der Samtgemeinde Suderburg nur 158 500 und in der Gemeinde Wrestedt nur 199 000 Euro bezahlen muss. Ein gebrauchtes Einfamilienhaus kostet laut empirica in der Stadt Uelzen 226 500 Euro, in der Samtgemeinde Rosche 234 500 Euro.

„Das Plus von Bad Bevensen ist sein geschlossener Stadtkern mit Flaniermeilen. Mit seinen Schwerpunkten Kur und Gesundheit ist es attraktiv. Außerdem liegt es in einer reizvollen Landschaft. Suderburg dagegen besteht halt im Wesentlichen aus einer langen Durchfahrtstraße“, erklärt Manfred Hahn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Haus und Grund Uelzen, die unterschiedlichen Preise.

Die jährliche Preissteigerung im Landkreis Uelzen für gebrauchte Einfamilienhäuser von 14 Prozent liege laut dem Institut über dem landesweiten Durchschnitt. Hahn: „Uelzen liegt sowohl geografisch als auch preislich zwischen Bad Bevensen und Suderburg. Uelzen ist zwar größer als die Kurstadt, bietet aber zum Beispiel für die Generation ‘50 plus’ auch nicht mehr Möglichkeiten als Bad Bevensen.“ In Suderburg dagegen gebe es für die Generation „50 plus“ weniger. Hahn: „Durch die Hochschule gibt es hier viele 20- bis 30-Jährige, die günstigen Wohnraum benötigen. Dies spiegelt sich natürlich auch bei den Immobilienpreisen wider.“ Der Architekt lobt generell die Einführung des Baukindergelds, der Immobilienmarkt befinde sich auch daher „in Bewegung“.

Tief in die Tasche greifen müssen Interessierte übrigens in Braunschweig (528 500 Euro) sowie im Landkreis Harburg (449 000 Euro). Das Institut hat errechnet, dass man in Hannover 15,1 Jahresnettoeinkommen für ein gebrauchtes Einfamilienhaus aufbringen müsse. Im Landkreis Uelzen wären es dagegen 4,8 Jahresnettoeinkommen, in Bad Bevensen acht Jahreseinkommen.

VON TIMO HÖLSCHER

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