Landwirte steuern Kinderwohnheime undKlinikum an

Traktoren auf Lichter-Fahrt durch Uelzen

Weihnachtsparade der Traktoren vor den Fenstern der Kinderstation des Helios-Klinikums Uelzen. „Wir wollen Licht und Hoffnung in die Zeit bringen“, sagt Kreislandwirt Thorsten Riggert. Fotos: huchthausen
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Weihnachtsparade der Traktoren vor den Fenstern der Kinderstation des Helios-Klinikums Uelzen. „Wir wollen Licht und Hoffnung in die Zeit bringen“, sagt Kreislandwirt Thorsten Riggert.
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Sie bringen ein wenig Licht in düstere Zeiten: Landwirte steuern mit beleuchteten Treckern am vergangenen Sonnabend Kinderwohnheime und das Klinikum an. Am Krankenhaus übergeben sie Geschenke.

VON OLIVER HUCHTHAUSEN UND NORMAN REUTER

Uelzen/Landkreis – Die Nachrichtenlage ist schon bedrückend genug. Wenn dann Kinder auch nicht bei ihren Familien sein können, ist das alles andere als eine leichte Zeit für sie. Landwirte aus der Region haben ihnen jetzt ein wenig Freude bereitet und Mut gemacht.

Fünf mit Lichterketten geschmückte Traktoren steuerten am Sonnabend bei Einbruch der Dunkelheit das Uelzener Klinikum an. Die Bauern positionierten ihre Fahrzeuge auf dem Gelände so, dass die Jungen und Mädchen sie von der Kinderstation aus sehen konnten.

Kreislandwirt Thorsten Riggert zur Aktion: „Wir wollen Licht und Hoffnung in die Zeit bringen.“ Da die Kinderstation kurz vor Weihnachten erfreulicherweise aber lediglich mit einem jungen Patienten belegt war, wurde kurzerhand umdisponiert: Die Landwirte durften mit ihren imposanten Gefährten direkt vor dem Haupteingang vorfahren.

Große Freude dann in der Helios-Kinderabteilung, als Organisator Fabian Bünge zusammen mit dem Weihnachtsmann zwei nagelneue Bobbycar-Traktoren an Stationsärztin Frau Dr. Anne Richter überreichte, die ab sofort für das Spielzimmer zur Verfügung stehen werden. „Wir waren total überrascht und wurden gerade erst telefonisch von der Aktion informiert“.

Übergeben wurden am Klinikum auch gesponserte Süßigkeiten-Pakete, unter anderem von den Edeka-Märkten Janszikowsky in Suderburg und Wessel in Wrestedt. Der Maschinenring und der Bauernverband gaben für die Kinder-Einrichtungen auch jeweils 100 Euro.

Mit dem Besuch im Helios-Klinikum war es aber noch nicht getan. Im Anschluss führte die Fahrt zum Kinderheim Stadorf e.V., zum Heidehof Eimke und zum Martinshof in Klein Bollensen. Für den Sonntag waren überdies Fahrten zu Einrichtungen in Suderburg, Hanstadt I und Ebstorf vorgesehen.

Ursprünglich war die Lichter-Fahrt als größere Aktion mit 40 beteiligten Traktoren geplant, auch mit einer größeren Route quer durch den Landkreis. Davon wurde mit dem Start des Lockdowns und den steigenden Infektionszahlen abgesehen. Im Landkreis Harburg war am Wochenende zuvor eine Weihnachtsparade mit Traktoren von der Polizei beendet worden, weil sich zu viele Menschen an den Straßen versammelten. „Wir wollen nichts riskieren. Wir holen die große Aktion im neuen Jahr nach“, so Riggert.

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