Heidekönigin wechselt in Kirch-/Westerweyher Bürgergemeinschaft

Tradition soll neu erblühen

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Wurden im September 2013 in Westerweyhe gekürt: Heidekönigin Kristina Scheele (rechts) und ihre erste Hofdame Dajana Oed.

Uelzen-Westerweyhe. Der „Regierungssitz“ der Heidekönigin von Westerweyhe ändert sich: Der Club Heideblume, der seit 1910 aktiv ist, hat angekündigt, ab 2014 keine Heideblütenfeste mehr auszurichten.

Dafür entsteht nun ein neuer Verein, der die Organisation der Feierlichkeiten übernimmt. Um die weitere Regierungszeit der Heidekönigin Kristina Scheele braucht sich deren Gefolge nicht zu sorgen. Nach Auskunft des Ortsbürgermeisters Hans-Jürgen Stöcks ist vorgesehen, dass diese in den neuen Verein überwechselt.

Daher soll eine Bürgergemeinschaft Kirch- und Westerweyhe diese Tätigkeit mit übernehmen. Für nächsten Mittwoch, 5. Februar, um 19.30 Uhr ist in der Gaststätte „Zum Dorfkrug“ in Westerweyhe eine Gründungsversammlung angesetzt, zu der die Einwohner des Uelzener Ortsteils eingeladen sind. Bei dem Anlass wird ein Vorstand gewählt. Eine Satzung für den gemeinnützig aufgestellten Verein steht bereits, berichtet Stöcks.

Unterdessen sind die Vorbereitungen für das diesjährige Heideblütenfest am ersten September-Wochenende in Westerweyhe angelaufen, kündigt Stöcks an. Das Festzelt für die Feierlichkeiten sei schon bestellt.

Bei einem ersten Vorbereitungstreffen war mit Frank Wiechel, Karl-Heinz Günther und Torsten Gorzolka ein Gremium gebildet worden, das die ersten Schritte für die Organisation des Heideblütenfestes übernommen hat. Rund 50 Personen aus 16 Kirch- und Westerweyher Vereinen und Clubs nahmen an dem Treffen teil, berichtet Günther. Aus dieser Runde hätten sich spontan 13 Bürger bereit erklärt, aktiv mitzuwirken.

In der Bürgergemeinschaft sollen Privatpersonen oder auch Institutionen Mitglied werden können, sagt Stöcks. Der Vorsitzende des Club Heideblume, Werner Bendik, begleitet zunächst als beratendes Mitglied den Übergang. „Der Club hat das Heideblütenfest 1950 ins Leben gerufen“, erklärt er. „Aber es geht nicht mehr, weil wir zu alt sind.“ Dem Club fehle der Nachwuchs, der sich an den Vorbereitungen beteilige. Auch eine Nachfolgerin für die Heidekönigin und ihre Hofdamen zu finden, habe sich schon im vergangenen Jahr als schwierig erwiesen, so Bendik.

Von Diane Baatani

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