„Schwieriges erstes Halbjahr“ / Bevensen blieb verschont

Touristiker der Heide atmen auf

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Nach langem Winter und einem unbeständigen Frühjahr zieht es im Juni und Juli wieder deutlich mehr Urlauber in die Region.

Uelzen. Nach einem schwierigen Saisonstart atmen die Touristiker auf: Im Juni und Juli verzeichnete die Lüneburger Heide GmbH (LHG) dank sommerlicher Temperaturen ein „deutlich anziehendes Geschäft“, wie LHG-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch gestern auf AZ-Nachfrage erklärte.

Für die ersten sechs Monate in 2013 müsse jedoch festgehalten werden: „Es war das schwerste Halbjahr für den Tourismus seit Jahren, dank der Wetterkapriolen. “ Die Grippewelle habe ihr Übriges getan.

Seitens der LHG gehe man nicht davon aus, dass das Minus, das bis Ende Mai aufgebaut worden sei, wieder aufgeholt werden könne: „Maximal ist eine Nullrunde drin, wenn der Herbst vom Wetter her gut ist“, meinte von dem Bruch.

Unbeeindruckt von Wetter und Grippe zeigte sich der Tourismus in der Kurstadt Bad Bevensen, wie Zahlen der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) belegen. Demnach wurden für die ersten sechs Monate 26 595 Gäste vermerkt. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum in 2012 wurden 26 098 Besucher gezählt. Uwe Winter, Geschäftsführer der BBM, sagte, dass glücklicherweise die Kurstadt von Einbußen verschont geblieben sei, sogar noch leicht hätte zulegen können. Und dies, obwohl durch das abgebrannte Parkhotel weniger Betten in Bad Bevensen zur Verfügung stünden. Für die Zahlen für das gesamte Einzugsgebiet der Lüneburger Heide sei festzuhalten, dass es unterschiedliche touristische Ziele und Angebote gebe, die mal mehr und mal weniger wetterabhängig seien. Einen unerfreulichen Trend habe aber auch er zu vermelden. Die Zahlen aus der Kurstadt belegten, dass der Durchschnittswert für Übernachtungen weiter sinke. Heißt: Die Urlauber bleiben nicht mehr lange an einem Ort. Habe der durchschnittliche Aufenthalt in der Kurstadt 2012 noch bei 4,7 Tagen gelegen, weise die jüngste Statistik einen Wert von 4,5 Tagen aus. „Wer dann noch Zimmer nur ab sieben Tagen anbietet, kegelt sich selbst hinaus“, richtet Winter mahnende Worte an die Vermieter. Dass es Urlauber an unterschiedliche Orte zieht, könnte ein Grund dafür sein, dass die Heideregion Uelzen ein deutlich gestiegenes Interesse an Radwanderwegen verzeichnet. „Wir hatten viele Nachfragen in diesem Jahr dazu“, sagte Peter Gerlach von der Heideregion.

Von Norman Reuter

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