Strafbefehl gegen zwei Männer aus Rosche, doch sie zahlen nicht

Uelzen: Totes Schaf im Anhänger

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Ein totes Bocklamm fand ein Tierarzt in dem Anhänger der Schäfer, ein weiteres musste eingeschläfert werden.

sh Uelzen. Schafe sind das Leben von zwei Männern aus der Samtgemeinde Rosche, oft fahren sie an die Elbdeiche und lassen ihre Herde dort grasen. Doch nicht immer scheinen sich der 61-Jährige und sein 26 Jahre alter Sohn gut um ihre Tiere zu kümmern.

Denn nachdem er einen Tipp bekommen hatte, kontrollierte ein Tierarzt des Lüneburger Kreis-Veterinäramts den Anhänger der beiden Männer im April vergangenen Jahres in Vögelsen (Landkreis Lüneburg) – und fand darin neben einem bereits verendeten Tier ein weiteres, das an einer Entzündung des Dünn- und Dickdarms litt.

Das Bocklamm hat nach AZ-Informationen auf dem Boden des Hängers gelegen und mit den Beinen wilde Ruderbewegungen gemacht. Auch ihm konnte nicht mehr geholfen werden, es musste eingeschläfert werden.

Darum müssen sich die Schäfer wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor dem Amtsgericht Uelzen verantworten. Es wurde bereits ein Strafbefehl verhängt: Wenn Vater und Sohn jeweils 1800 Euro zahlen, wird das Verfahren eingestellt. Doch die Männer legen Einspruch ein – und zahlen nicht.

Darum fand jetzt der Gerichtstermin am Amtsgericht Uelzen statt, bei dem sich Vater und Sohn erklären sollten. Doch die beiden Männer erschienen nicht – lediglich der Verteidiger von einem Angeklagten war anwesend. „Die sind da sehr nachlässig“, erklärt der. „Sie ziehen mit ihren Schafen über die Elbdeiche und kümmern sich nicht ums Büro“. Auch Geld sei bei den Schäfern keines zu holen.

Weil die Angeklagten ohne Entschuldigung der Verhandlung ferngeblieben sind, verwirft das Gericht den Einspruch. Die Männer haben noch die Möglichkeit, Einspruch gegen das Verwerfungsurteil einzulegen.

Tun sie das nicht, wird das Urteil rechtskräftig und sie werden zur Zahlung der 1800 Euro aufgefordert. Zahlen sie nicht, droht ihnen im schlimmsten Fall Beugehaft.

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