Züchter von Geflügel und Kaninchen trafen sich am Wochenende

700 Tiere zu bestaunen: Krähen und Schnattern in der Uelzener Viehmarkthalle

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Matthias Behn, erster Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Uelzen, präsentiert einen „Sundheimer“.

Uelzen – Es ist eine Show. Und das im Wortsinne. Wenn der Uelzener Geflügelzuchtverein zur Kreisverbandsschau einlädt, kommen Züchter mit ihren Tieren aus nah und fern. Die mögen es zur Eröffnung kuschelig warm.

Und so wird die kleine Klause in der Viehmarkthalle an der Eschemannstraße eingeheizt. In der Halle schnattert und kräht das Federvieh, in der Klause sitzen bei Suppe die Aussteller beisammen.

Die Besucher, ob jung oder alt, kommen am frühen Sonnabendmorgen noch nicht so zahlreich, mehr als 700 Tiere das Wochenende über zu bewundern. Matthias Behn, erster Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Uelzen, hat so Gelegenheit, seine Gäste ausgiebig zu begrüßen. 65 Aussteller sind mit Tauben, Hühnern, Enten oder Gänsen gekommen. Und die sind stolz, wenn die Preisrichter ein „vorzüglich“ für eines ihrer Tiere gewertet haben. „Das ist schon eine dolle Leistung“, sagt Behn. Es gibt Sachpreise, Pokale und Bargeld für die schönsten Tiere. Auch der Landkreis und die Hansestadt haben Preise ausgelobt.

Bürgermeister Jürgen Markwardt ist gekommen, die Vereinsarbeit zu würdigen und die Familie Behn herauszuheben. „Es sind zwei Preise, die wir hier vergeben. Und wir glauben daran, dass es gut ist, was Sie hier tun“, sagt er in seinem Grußwort. „Es ist ein Beitrag zur Natur und zur Lehre, was es alles gibt“, sagt der Bürgermeister.

Behn mahnt im Jahr des 125-jährigen Bestehens des Vereins zur vorsichtigen Modernisierung. Vielleicht müsse man für das Publikum etwa Hahn mit Hennen präsentieren und nicht nur Einzelkäfige. Auch das Vereinswesen bereitet ihm Sorge. „Wir haben zwar 78 Mitglieder, aber das Durchschnittsalter liegt in den 50-igern. Es gibt ja eine Rote Liste – da gehören wir bald drauf.“

Dennoch fiel die Schau in diesem Jahr doppelt so groß aus wie noch 2018. 630 Tiere wurden beim Geflügel gezählt. Übrigens gab es nicht nur prächtige Hühner oder Gänse zu sehen. Der Uelzener Rassekaninchen Zuchtverein F129 hatte 72 Fellnasen mitgebracht. „Das ist der einzige Verein, der vom Kreisverband noch lebt“, sagte der F129-Vorsitzende Herbert Schulz.

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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