Thorsten Riggert aus Klein Süstedt plant Haltung von 1976 Schweinen südlich der Bahngleise

Maststall näher am Dorf

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Anstatt nördlich der an Klein Süstedt vorbeiführenden Bahngleise soll ein Maststall für 1976 Schweine südlich der Trasse und damit näher an der Wohnbebauung des Ortes entstehen. Dort betreibt Thorsten Riggert bereits eine Ferkelaufzuchtanlage mit 2000 Tieren und 400 Muttersäuen.

Uelzen-Klein Süstedt. Der Landwirt Thorsten Riggert aus Klein Süstedt will einen Maststall für 1976 Schweine entgegen ursprünglicher Planungen näher an der Wohnbebauung des Ortes errichten.

Einen geänderten Bauantrag hat er dazu beim Landkreis und der Stadt Uelzen eingereicht, wie Michael Kopske vom städtischen Bauamt während der jüngsten Sitzung des Ortsrates Holdenstedt/Klein Süstedt am Mittwochabend informierte.

Thorsten Riggert erklärte gestern, dass er zunächst den Maststall nördlich der am Ort vorbeilaufenden Bahngleise bauen wollte und 2010 dafür einen Bauantrag gestellt hatte (AZ berichtete). Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sei ihm dann die Auflage gemacht worden, dass für den Betrieb eines solchen Stalls eine Abluftreinigungsanlage nötig sei, um Emissionen zu vermeiden. Kostenpunkt, so Riggert: 200 000 Euro. „Damit wurde das Vorhaben 20 Prozent teurer“, sagte der Landwirt. Zusätzlich wären zu dieser Summe jenseits der Gleise noch höhere Anschlusskosten für Strom und Wasser angefallen. Um das Vorhaben dennoch realisieren zu können, habe er sich für den Standortwechsel entschieden. Nun sei ein Bau südlich der Bahnstrecke in der Nähe von bereits bestehenden Gebäuden seines Betriebes angedacht. Riggert hat bereits eine Ferkelaufzuchtanlage mit 2000 Tieren und 400 Muttersäuen. Im Fall einer Genehmigung für den neuen Maststall würde dieser 250 Meter von der Wohnbebauung entstehen, so Riggert. Der ursprüngliche Platz wäre 600 Meter weiter entfernt gewesen.

Die Nachricht vom geänderten Bauantrag sorgte während der Ortsratssitzung für Verwunderung bei den Ratsmitgliedern und Bürgermeister Hans-Jürgen Heuer. Er erklärte gegenüber der AZ, dass er das erste Mal von den geänderten Plänen gehört habe und plädierte wie Gewählte auch dafür, dass baldmöglichst die Pläne von Riggert dem Rat und auch der Bevölkerung vorgestellt werden sollten. Thorsten Riggert ist dazu auch bereit, wie er gestern sagte. Er wolle gerne informieren, wünsche sich aber sachliche und faire Gespräche.

Von Ortsräten gefragt, welchen Einfluss das Gremium auf ein Genehmigungsverfahren habe, sagte Hans-Jürgen Heuer während der Sitzung, die Kommune könne einen Bau nicht verhindern, wenn der Maststall allen gesetzlichen Bestimmungen entspreche. Von Thorsten Riggert für den Bau benötigt wird, so informiert Kreissprecher Martin Theine, eine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz, die vom Landkreis zu erteilen sei. Bestandteil sei die Baugenehmigung, die von der Stadt Uelzen bearbeitet werde.

Von Norman Reuter

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