Es geht nicht nur um Flüchtlinge

Thema Integration: Neues Konzept soll der Durchbruch sein

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Nicht nur beim Sport, sondern in allen Lebensbereichen ist es gut, wenn die Integration gut funktioniert.

Uelzen – Wie kann man Menschen mit Migrationshintergrund hierzulande besser integrieren? Diese Frage treibt Menschen wie Josefin zum Felde um. Sie leitet die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises.

Ein neues nun vorgestelltes Konzept soll die Frage nach Integration möglichst vielseitig beleuchten. Dazu sind vorerst fünf Veranstaltungen mit Vorträgen und Workshops rund um das Thema geplant.

Zusätzlich soll eine umfangreiche anonyme Onlineumfrage Klarheit darüber bringen, wo und wie alle miteinander besser auskommen können. „Unser Anliegen ist, die Menschen, die hier leben, miteinander zu verbinden“, erklärt zum Felde.

Wo haben es Menschen, die sich in Deutschland ein neues Leben aufbauen oder aufgebaut haben schwer, wie und wo können sie Hilfe finden? „Dem Landrat ist es besonders wichtig, dass dieses Konzept für alle Menschen mit Migrationshintergrund gedacht ist – es geht hier nicht nur um die Flüchtlinge der vergangenen Jahre“, erklärt Martin Theine, Pressesprecher des Landkreises Uelzen.

Die Veranstaltungen sind für jeden zugänglich und öffentlich. Dabei hält zunächst ein Vertreter lokaler Institutionen einen Vortrag zu einem Integrationsthema – absichtlich ist das Themenspektrum sehr breit gefächert. Danach können alle an einem Workshop teilnehmen, in dem dann die Materie weiter vertieft werden soll.

Dabei laufen die Veranstaltungstermine immer gleich ab. „Die einheitliche Struktur hilft uns dabei, am Ende der Veranstaltungsreihe die besten Strategien und die besten Konzepte für die Integration der Zugewanderten erarbeiten zu können“, erläutert zum Felde. Das ist das erklärte Ziel der ganzen Aktion.

Auch wenn das Konzept die Teilnahme aller Bürger vorsieht, ist klar, dass eventuell nicht alle erreicht werden können. „Wir haben die Informationen zu der Veranstaltungsreihe und der Onlineumfrage auch in den Gemeinschaftsunterkünften verteilt“, sagt zum Felde. „Sollte jemand nicht erreicht werden, dann erhoffen wir uns natürlich, dass die Teilnehmer das Thema als Multiplikatoren dann weitergeben“, erklärt Theine dazu.

Das Motto lautet also: So viele Menschen wie nur möglich erreichen, sie dazu aufrufen, sich mit dem Thema Integration, interkulturelle Kommunikation und generationsübergreifende Auseinandersetzung zu befassen. „Integration wird eines der Hauptthemen der nächsten Jahre sein“, davon ist zum Felde überzeugt. Veranstaltungsort aller Termine ist die Apollonia Oberschule, Ebstorfer Straße 1, in Uelzen, jeweils von 17 bis 19.30 Uhr.

Den Auftakt macht am Dienstag, 22. Januar, das Thema „Geflüchtete und Vernetzung“. Weitere Infos unter: www.landkreis-uelzen.de. Hier geht es auch zur Onlineumfrage zum Thema.

VON ROBIN VOGT

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