Technischer Leiter präsentiert Bühnengeschichten aus vier Jahrzehnten

Theaterleben im Blick

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2958 Veranstaltungen soll es in den vergangenen vier Jahrzehnten im Theater gegeben haben. Am Sonnabend wurde bei einer Hommage an zahlreiche Inszenierungen erinnert. Renate Schmidt vom Kunstverein (links) gab eine kurze Einführung.

Uelzen. Theater, „wie es euch gefällt“, präsentierte Fritz-Eckhard Müller in seiner Hommage an das Uelzener Theater an der Ilmenau.

Zu einer Reise durch 43 Jahre Uelzener Theatergeschichte entführte der technische Leiter des Hauses seine Gäste am Sonnabend „buchstäblich“ hinter die Kulissen. Aufwendig und kreativ hatte Müller die Rückseiten der Kulissenwände mit Fotos und Dokumenten bestückt, ein jedes erzählte seine eigene Geschichte. „Wir wollen nicht nur eine Vorstellung besuchen, wenn wir ins Theater gehen“, sprach Frank Ehlers vom Rotary-Club den Theaterfreunden aus dem Herzen, „sondern ein bleibendes Ereignis genießen. “ Zur Hommage erhielten die Gäste einen prägenden Einblick zu dem, was das Theater leisten kann. Dazu zählte das gemeinsame Erlebnis, das am Sonnabend mitsamt Sektempfang, Tanz zur ABBA-Cover-Band „Waterloo“ und Catering für alle auf der Bühne des Theaters stattfand. Mit der Dokumentation der ersten Einsätze des Sicherheitsdienstes widmete die Hommage eine ganze Kulissenwand der Feuerwehr, die seit 1970 jede Veranstaltung betreut. Und dann sind da die Geschichten, die Müller mit weltbekannten Künstlern und Schauspielern in Uelzen erlebte. Unvergessen, kurz nach der Eröffnung des Theaters, war Heinz Erhardt in Uelzen. Paul Hufschmid war mit der Uraufführung von „My Fair Lady“ und Jürgen Roland kam mit mehreren Premieren seiner Edgar-Wallace-Inszenierungen in die Uhlenköperstadt.

„Die Premierenfeiern fanden damals noch im Uelzener Hof statt“, erinnerte sich der technische Leiter des Theaters und präsentierte Stars wie Marika Rökk, Curd Jürgens, Heidi Kabel, Götz George, Herman van Veen, Hansjörg Felmy, Otto Waalkes, die durch das von Anfang an als Gastspiel-Theater konzipierte Haus für Uelzen greifbar wurden. „Unser Theater ist das größte zwischen Hannover und Hamburg“, verwies Müller auf die Sitzplätze und die Bühnengröße. „Damit haben wir den Gastspiel-Ensembles etwas zu bieten“, erläuterte der Theater-Profi. Namhafte Ensembles würden sich darauf verlassen, dass ihre Ausstattung auf der Bühne kompetent in Szene gesetzt werde.

Und dass er das kann, stellte Fritz-Eckhard Müller bei seiner Hommage unter Beweis. Die zahlreich erschienenen Gäste bewunderten die großen Installationen aus Kulissenteilen ebenso wie die Fotowände mit Schauspielgrößen und durchschritten den Tunnel, durch den sonst nur die Künstler gehen. Der noch lange Zeit betriebene Theater-Keller gewährleistete den Schauspielern und Künstlern Catering und dem Theater-Besucher den unverzichtbaren „Absacker“.

Von Angelika Jansen

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