Theater Uelzen: Planer sind am Werk

Ab Sommer 2020 soll im und am Theater gearbeitet werden. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität soll die Spielstätte stärker barrierefrei ausgebaut werden.
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Ab Sommer 2020 soll im und am Theater gearbeitet werden. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität soll die Spielstätte stärker barrierefrei ausgebaut werden.

Uelzen – 2020 wird nicht nur das Stadtjubiläum gefeiert. In Uelzen stehen auch Bauprojekte an – eines ist die Sanierung des Theaters. Dazu laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen. Ein Überblick.

Es wird heiter. Oscar Wildes Verwechslungskomödie „Bunbury oder die Kunst, Ernst zu sein“ ist in Uelzens Theater an der Ilmenau zu erleben. Hinter den Kulissen laufen derweil die Vorbereitungen für die Sanierung des Theaters.

Andre Schlothane, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, berichtet im AZ-Gespräch, dass ein Bayreuther Unternehmen mit den Planungen für die Modernisierung der Bühnentechnik betraut ist. Ein Uelzener Architektenbüro sei für den zusätzlich geplanten Umbau des Foyers und die Sanierung der Außenhülle zuständig.

Ende des Jahres sollen die Planungen abgeschlossen sein, und im kommenden Jahr dann die Arbeiten vergeben sowie mit der Bautätigkeit begonnen werden.

Barrierefreier Zugang

Der Umbau des Foyers und Arbeiten am Gebäude zielen auf eine Barrierefreiheit ab, wie Schlothane erklärt. Toiletten wie auch die Garderobe befinden sich im Kellergeschoss. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das eine Herausforderung. „Ein Personenaufzug soll eingebaut werden“, erklärt Schlothane.

Im Kellergeschoss steht auch ein Raum zur Verfügung, in dem die Künstler die Zeit vor dem Auftritt verbringen können. Der sogenannte Catering-Raum für Künstler solle umgestaltet werden, so Schlothane. Auch energetisch soll etwas passieren – Fenster im Kellergeschoss werden getauscht, die Heizungs- und Lüftungsanlage wird modernisiert und es wird Arbeiten an der Gebäudehülle geben.

Mobile Trennwand?

Nicht zuletzt: Die Gebäudewirtschaft hat als Auftrag bekommen, prüfen zu lassen, ob sich der Zuschauerraum des Theaters durch eine einklappbare Trennwand teilen lässt. Derzeit bietet der Zuschauerraum Platz für mehr als 700 Besucher.

Dringend erforderlich sind die Arbeiten an der Bühnentechnik. Wie berichtet, war 2018 über mehrere Monate das Theater geschlossen, weil ein sicherer Spielbetrieb wegen der in die Jahre gekommenen Technik nicht mehr gewährleistet war. Teile der Technik sind fast so alt wie die Spielstätte selbst, die es 2020 dann 50 Jahre geben wird. „Die Arbeiten an der Bühnentechnik sind ab September vorgesehen“, sagt Schlothane. Am Gebäude und im Foyer sollen ab Juli Bauarbeiter am Werk sein. So kann die aktuelle Spielzeit noch regulär im kommenden Frühjahr auslaufen. Das Theater soll im Herbst 2021 wieder zur Verfügung stehen.

VON NORMAN REUTER

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