Folkert Frels beendet Weinausschank / Gebäudemanagement verhandelt mit drei Interessenten

Theater sucht neuen Pächter

+
Zwölf Jahre lang hat Folkert Frels im Theater an der Ilmenau Getränke ausgeschenkt. Er ist verärgert darüber, dass er im Foyer keine Theke mehr aufstellen durfte, nun aber ein Pächter auch für den Gebäudebereich gesucht wird.

Uelzen. Der Gastronomie im Theater an der Ilmenau steht ein Wechsel bevor: Seit zwölf Jahren hat Folkert Frels dort während der Veranstaltungen Wein und andere Getränke ausgeschenkt.

Nach Differenzen zwischen ihm und dem Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg über die gastronomischen Voraussetzungen hat er sich entschieden, zum 31. März den Vertrag zu kündigen, erklärt er. Ein Nachfolger steht derweil noch nicht fest. Mit drei Interessenten wird derzeit verhandelt, erklärt Stadtsprecherin Ute Krüger. Das Gebäudemanagement hatte zum 1. August einen Interessenten gesucht, der den großen und kleinen Theaterkeller sowie den Nebenraum, die Garderobe und das Foyer pachtet. Nach Frels‘ Kündigung solle nun „ein neuer Pächter möglichst zum 1. April die Bewirtung übernehmen“.

Das Foyer ist ein Grund dafür, dass Frels den Ausschank aufgibt. Er erklärt, er habe immer wieder versucht, auch eine Genehmigung für eine Bewirtung der Theatergäste im Foyer des Gebäudes zu erhalten. Mit dem Verweis auf Brandschutzbestimmungen sei das jedoch nicht genehmigt worden. Dass in der Ausschreibung das Foyer mit aufgeführt ist, verwundert den 68-Jährigen. „Die offizielle Genehmigung für einen Thekenbetrieb im Foyerbereich des Theaters durfte bisher nicht erteilt werden, weil für das Theater zunächst ein neues Brandschutzkonzept umzusetzen ist“, berichtet Ute Krüger. Die Arbeiten dafür hätten sich verzögert, würden aber in Kürze abgeschlossen. Erst dann könne ein Brandschutzgutachter das Konzept abnehmen und über den Ausschank im Foyer urteilen.

Der nächste Pächter soll nicht nur Getränke, sondern auch „ein kleines Angebot an Speisen“ sicherstellen. In den Ausschreibungsunterlagen war davon die Rede, dass Modernisierungsarbeiten erforderlich seien. „An den künftigen Pächter wird die Erwartung gestellt, den Theaterkeller attraktiver zu gestalten, beispielsweise durch die Gestaltung der Wände und durch neues, freundliches Mobiliar“, erläutert Ute Krüger.

Frels sagt, ihm sei das Wirtschaften im Theater seit Jahren durch die Stadt und das Gebäudemanagement „erschwert“ worden. Es habe ihn wahnsinnig geärgert, als im Herbst 2011 zwei der drei Türen, die vom Ausstellungsraum des Kunstvereins in den Gastronomie- und Garderoben-Bereich führten, aus Brandschutz-Gründen zugemauert wurden, berichtet er. „Das Ergebnis: Mein Umsatz im Theaterkeller ging schlagartig und im wahrsten Sinne des Wortes ,in den Keller’.“

Von Diane Baatani

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare