Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren kostet Kreis bis 360 000 Euro jährlich

Teure Rolle rückwärts

Uelzen/Landkreis. Die Rückkehr in Niedersachsen zum Abitur nach 13 Schuljahren kommt den Landkreis Uelzen teuer zu stehen.

Durch die geplante Schulreform würden nach derzeitigen Prognosen zwölf zusätzliche Klassenräume in den beiden Uelzener Gymnasien und in der Kooperativen Gesamtschule in Bad Bevensen benötigt, schildert der Erste Kreisrat Uwe Liestmann auf AZ-Anfrage. Der Kreis geht von Kosten für diese Unterrichtsräume von bis zu 360 000 Euro jährlich aus.

Wie berichtet, wird von der rot-grünen Landesregierung nach den Sommerferien das G9 für Gymnasien und weiterführende Schulen mit Gymnasialzweig wieder eingeführt, nachdem erst die Vorgängerregierung aus CDU und FDP das Abitur nach nur zwölf Schuljahren beschlossen und umgesetzt hatte. Die Rolle rückwärts in der Bildungspolitik wird für die Kommunen zur finanziellen Belastung, weil an Schulen die freigewordenen Räume zwischenzeitlich zu Mensen umgebaut worden sind, anders genutzt werden oder schon aufgegeben wurden.

Wie Uwe Liestmann erklärt, hatte der Landkreis Uelzen als Träger der weiterführenden Schulen geplant, die ohnehin abgängigen Containerbauten an der Kooperativen Gesamtschule zum Ende des nächsten Schuljahres abzubauen. [...]

Von Norman Reuter

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