Reinigungskraft mit Coronavirus infiziert

Testergebnis bei Dienstantritt in der Uelzener Senioren Residenz

Die Beschäftigte hatte sich nach ihrem Urlaub freiwillig auf eine Corona-Infektion testen lassen, hier ein Symbolbild.
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Die Beschäftigte hatte sich nach ihrem Urlaub freiwillig auf eine Corona-Infektion testen lassen, hier ein Symbolbild.

Uelzen – Nach einem Aufenthalt im Ausland ist bei einer Reinigungskraft, die für die Senioren Residenz in Uelzen arbeitet, eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

Dass sie infiziert ist, erfuhr die Beschäftigte, als sie gerade im Begriff war, ihre Arbeit in dem Seniorenheim wieder aufzunehmen. So schildert es am Wochenende auf Anfrage der Residenzleiter Heiner Mc Neil und bestätigt damit AZ-Informationen zu dem Infektionsfall.

Die Beschäftigte habe sich nach der Rückkehr aus dem Urlaub in einem Nicht-Risikogebiet freiwillig testen lassen. Das Ergebnis sei ihr am Montag vergangener Woche mitgeteilt worden, als sie gerade wieder mit der Arbeit in dem Seniorenheim beginnen wollte, so Mc Neil.

Sie habe sich bereits im Gebäude befunden, als der Anruf erfolgte. Kontakt mit Bewohnern habe sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehabt, aber mit Mitarbeitern, so Mc Neil. Unmittelbar nach Erhalt der Nachricht habe sich die betroffene Beschäftigte in Quarantäne begeben.

Der Kontakt zwischen der Reinigungskraft und den anderen Mitarbeitern sei nur kurz gewesen und es sei auch Abstand gehalten worden, so Mc Neil. Ein Umkleideraum sei desinfiziert worden.

Es folgten, wie Mc Neil schildert, Gespräche mit dem Gesundheitsamt des Landkreises, um die Lage zu bewerten. Auskunft für den Landkreis erteilte gestern der Erste Kreisrat Claudius Teske: Er berichtet, dass es nach der Ermittlung der Kontakte vorsorglich einen Test für eine weitere Mitarbeiterin der Senioren Residenz, die zusammen mit der Reinigungskraft in einem Aufzug fuhr, geben solle. Er betont, es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Laut Claudius Teske sollte der Abstrich gestern genommen werden.

Laut Heiner Mc Neil ist nach dem Vorfall am vergangenen Montag bisher keine weitere Corona-Infektion in der Belegschaft oder bei den Bewohnern des Uelzener Seniorenheims bekannt geworden. „Wir haben alle noch mal sensibilisiert. Man soll Bescheid geben, sobald man irgendwelche Symptome bemerkt“, sagt Mc Neil. Vor einer Rückkehr der erkrankten Beschäftigten werde sie in jedem Fall noch einmal getestet. Die Senioren Residenz in Uelzen wird von etwa 150 Männern und Frauen bewohnt. VON NORMAN REUTER

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