Erstes Europa-Café für Zehntklässler am Herzog-Ernst-Gymnasium

Terrorangst treibt Schüler um

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Zehntklässler des Herzog-Ernst-Gymnasiums beschäftigten sich gestern mit Vertretern des EU-Informationsbüros in Lüneburg über Zustand und aufgaben der Europäischen Union.

Uelzen. Eine quotenmäßig gerechte Aufnahme von Flüchtlingen in allen Staaten der Europäischen Union, die Angst vor Terrorattacken sowie die Sorge um den Zustand der Umwelt: Das waren die drei Top-Themen die zwei zehnte Klassen des Herzog-ernst-Gymnasiums gestern Morgen mit den Organisatoren des ersten Europa-Cafés an der Schule besprachen.

Zusammen mit dem EU-Informationszentrum „Europa direct“ für die Region Lüneburg hatten die Politiklehrerinnen Mette Bodmann und Katja Wesemann die Unterrichtseinheit auf die Beine gestellt.

„Es war wohltuend, dass sich die Jugendlichen für Themen entschieden haben, die ganz Europa betreffen“ sagt Burkhard Fandrich, Moderator des Cafés. Europa, das bedeutet für viele Jugendliche erst einmal grenzenlos reisen und studieren auf dem gesamten Kontinent, wie Abigail Einhorn, Sabrina Gardianczyk und Michel Tiele sagen. Gleichwohl: Nach den Anschlägen von Berlin kurz vor Weihnachten hat die Angst vor dem Terror auch Uelzens Jugend erreicht. Man mache sich schon Gedanken darüber, dass etwas passieren könnte, beispielsweise bei einem Einkauf in Hamburg, meinen Abigaile und Sandra. Michel ergänzt, dass er in den Tagen nach der tödlichen Attacke auf dem Berliner Weihnachtsmarkt auch in seinem Umfeld eine gedrücktere Stimmung wahrgenommen habe.

Trotz der Krise, in der sich die EU befindet (Brexit etc.), ist sie die drei Jugendlichen unverzichtbar. „Wenn die EU ein Körper ist, sind die Mitgliedsländer die Organe. Wirkungsvoll handeln kann aber nur der ganze Körper“, fasst Michel Tiele seine Einstellung zur Union zusammen.

Von Jens Schopp

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