Tempo 10 in Marktstraßen?

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Nachdem sich das Modell einer verkehrsberuhigten Geschäftsstraße für die Veerßer Straße bewährt hat, könnten nun auch die anderen Marktstraßen folgen.

Uelzen. Das seit November getestete Modell einer verkehrsberuhigten Geschäftsstraße in der Veerßer Straße hat sich nach ersten Erkenntnissen bewährt und soll nun auf die anderen Marktstraßen ausgedehnt werden. So lautet das Fazit der Arbeitsgruppe Innenstadt, die in dieser Woche mit Vertretern der Veerßer, Lüneburger und Gudesstraße zusammen kam und nächste Schritte zur Belebung der Innenstadt diskutierte.

„Das war ein sehr spannender und erfolgreicher Abend“, betont Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Der Abbruch des Testversuchs für eine Fußgängerzone in der Veerßer Straße zwischen Alten Rathaus und und Turmstraße bei gleichzeitiger Einführung der Tempo-10-Regelung sei „ein voller Erfolg“, fasst Scheele-Krogull den ersten Erfahrungsaustausch seit der Neuregelung zusammen: „Jetzt geht es darum, für die Marktstraßen ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln.“

Bis zur nächsten Sitzung will die Verwaltung nun verschiedene Varianten vorlegen, wie dieses Modell auch in den Abschnitten der beiden anderen Marktstraßen eingeführt werden könnte. Nicht überall müsse dabei unbedingt Tempo 10 gelten, erklärt der Baudezernent.

Nach dem Erfahrungsaustausch im Rathaus kristallisiert sich nach seiner Einschätzung heraus, dass die Eingangsbereiche der verkehrsberuhigten Zone besonders hervorgehoben sein müssen. Am Alten Rathaus könnte dann eine „neue Mitte“ entstehen. An den Fahrbahnen müssten zudem weitere Elemente wie hochwertige Blumenkübel installiert werden, die aber möglichst beweglich sein sollten. Eine Ausweitung der Fußgängerzone stehe jedoch nicht mehr zur Debatte, unterstreicht Scheele-Krogull.

Die Arbeitsgruppe und die Vertreter der einzelnen Marktstraßen wollen sich binnen kurzer Zeit das nächste Mal treffen. In vier Wochen sollen die Varianten der Verwaltung in der Runde diskutiert werden. Das Ergebnis soll dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden, bevor die politischen Gremien des Rates ihre Beratungen beginnen. Scheele-Krogull setzt darauf, dass im Sommer mit den Umbauten begonnen werden kann.

Im Haushalt der Stadt stehen für die Umgestaltung 200 000 Euro bereit, die zu 75 Prozent aus den Ziel-1-Mitteln der Europäischen Union kommen.

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Von Marc Rath

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